| Dialogmarketing

Crossmedia-Kampagnen bleiben die Ausnahme

Werden Kampagnen intelligent verknüpft, erhöht sich die Werbewirkung deutlich.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Dialog mit den Kunden wird für Unternehmen immer wichtiger. Entsprechend hoch sind die Ausgaben für Dialogmarketing-Kampagnen. Die Verknüpfung unterschiedlicher Medien, um die Werbewirkung zu erhöhen, bleibt jedoch aus. So das Ergebnis des "Dialog Marketing Monitors 2015“ der Deutschen Post.

Zum ersten Mal lagen die Werbeausgaben deutscher Unternehmen für Dialogmarketing-Medien mit 27,3 Milliarden Euro knapp über denen für Klassikmedien (27,1 Milliarden). Zwar sind die Ausgaben für Dialogmarketingmedien gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen (-0,9 Prozent), dies entspricht jedoch dem Gesamttrend des Werbemarktes, der mit minus 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht nachgibt. Die Gesamtausgaben für Werbung lagen 2014 bei 74,2 Milliarden Euro.

Der volladressierte Werbebrief ist den Zahlen der Deutschen Post zufolge mit 8,6 Milliarden Euro das budgetstärkste Einzelmedium. Vor allem der Handel setzt weiter auf Werbebriefe und hat seine Budgets um 0.2 Milliarden auf rund 5,2 Milliarden Euro angehoben. Gleichzeitig wächst das Onlinemarketing langsamer als in den Vorjahren; zweistellige Wachstumsraten erzielen derzeit nur noch das Social Media Marketing und Mobile Display Advertising.

 

Potenzial wird selten ausgeschöpft

Allerdings schöpfen nur wenige Unternehmen das Erfolgspotenzial von Dialogmarketing-Maßnahmen voll aus: Nur jedes sechste Unternehmen versucht, durch den kombinierten und zeitgleichen Einsatz die Gesamtwirkung seiner Werbung zu erhöhen. Dabei können Crossmedia-Kampagnen, die intelligent unterschiedliche Werbekanäle verknüpfen, die Werbeeffizienz nachweisbar erhöhen. In Tests mit Kunden der Deutschen Post lagen die Uplifts zwischen 30 und 50 Prozent.

Das analoge Dialogmarketing könne durch intelligente digitale Zusatzservices sowohl Verbrauchern als auch Werbetreibenden echte Mehrwertleistungen bieten, sagt Thomas Hauck, Executive Vice President bei der Deutschen Post.

Auch die Erfolgsmessung spielt in den wenigsten Unternehmen eine Rolle. Nur jedes Zweite misst im Nachgang einer Werbesendung ihren Erfolg. Im Online Marketing sind es sogar nur 34 Prozent. Und: Kommt es überhaupt zu einer Messung, beschränkt sich diese meist auf die Erfassung der Response, die Kosten bleiben jedoch außen vor. 


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Schlagworte zum Thema:  Dialogmarketing, Werbung, Online-Marketing, Kundenbindung

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