03.07.2013 | Kundenkarten

Deutsche sammeln weiter Bonuspunkte und wollen Rabatte

Wieder was gespart - Kundenkarten sind vor allem wegen der Rabatte beliebt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutsche sparen gern und lieben das Sammeln. Der Einzelhandel hat sich darauf eingestellt und bietet seinen Kunden deshalb Kundenkarten mit Bonuspunkte- oder Rabattsystem. Zahlungsfunktionen sind hingegen weniger gefragt, so das Ergebnis einer Studie des Ehi Retail Institutes.

Demnach bieten mehr als 60 Prozent der großen und immerhin noch 40 Prozent der mittelständischen Händler ihren Kunden Kundenkarten mit Bonuspunkte- oder Rabattsystem an. Anders als in den USA, wo bei Kundenkarten der Finanzierungsaspekt im Vordergrund steht, setzt nur jeder achte große deutsche Händler auf Karten mit Zahlungsfunktion. Dementsprechend ist der Anteil des Einzelhandelsumsatzes mit solchen Karten mit 0,7 Prozent sehr gering. Ebenso wenig gefragt sind deshalb auch Co-Branding-Karten, wie beispielsweise handelseigene Kundenkarten mit Mastercard- oder Visa-Logo. Den Händlern geht es beim Einsatz von Kundenkarten in erster Linie um die Förderung des Kundendialogs und den Aufbau von Kundenbeziehungen.

Groß ist auch die Nachfrage nach Geschenkkarten. Mehr als 90 Prozent der Händler bieten ihren Kunden deshalb Gutscheinkarten an. Eine nicht unerhebliche Zahl erlaubt sogar das Einlösen von fremden Karten in ihrem Geschäft.

Aufgrund der hohen Verbreitung von Smartphones in der Bevölkerung, springen viele – insbesondere große – Händler auf den Trend auf. 40 Prozent verfügen bereits über eine mobile Applikation. Die Studieninitiatoren gehen davon aus, dass Kundenkartenfunktionalitäten künftig verstärkt in Apps integriert werden.

An der Studie "Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2013" hatten 572 Unternehmen mit 70.000 Betrieben aus 36 Branchen teilgenommen.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Direktmarketing, Kundenbindung, Handel

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