Deutsche Marketer setzen große Hoffnungen in Data Driven Marketing. Bild: Corbis

Data Driven Marketing ist das Gebot der Stunde. Entsprechend steigen die Ausgaben. Wohin das Geld fließt und was noch besser werden muss, lesen Sie hier.

Die Global DMA und die Winterberry Group haben zum dritten Mal ihren "Global Review of Data-Driven Marketing and Advertising" vorgelegt. Dafür wurden mehr als 3.000 Marketer aus 18 Ländern befragt, circa zehn Prozent davon aus Deutschland.

Es zeigt sich, dass die deutschen Marketer den Wert datenbasierter Maßnahmen als besonders hoch einschätzen. Deutlich mehr als 80 Prozent der Befragten vergeben auf einer Skala von 1 bis 5 die Werte 4 und 5. Dieser Anteil liegt damit mehr als zehn Prozentpunkte über dem weltweiten Wert.

Martin Nitsche, Präsident des Deutschen Dialogmarketing Verbands DDV und Mitglied des Executive Boards der GDMA, erklärt: "Die Unternehmen haben erkannt, dass Daten der Rohstoff des 21. Jahrhunderts sind. Sowohl Unternehmen als auch die Gesellschaft profitieren von datenbasiertem Marketing gleichermaßen. Denn nur wenn ein Unternehmen Informationen über mich als Verbraucher hat, kann es passgenaue Angebote erstellen, die mich persönlich wirklich interessieren. Das spart Kosten auf Unternehmensseite und schont die Nerven auf Seiten der Verbraucher."

Diese positive Einstellung spiegelt sich auch in den Spendings wider: Fast 70 Prozent der Befragten aus Deutschland wollen ihre Ausgaben für Data Driven Marketing in diesem Jahr erhöhen, ein weiteres Fünftel hält sie konstant. Das entspricht ungefähr der weltweiten Einschätzung.

Data Driven Marketing: Die Ausgaben folgen der Performance

Am stärksten von den steigenden Ausgaben profitierten bislang in Deutschland - wie auch weltweit - Social Media, Webcontent sowie Mobile. Das sind auch diejenigen Kanäle, die laut Studie in Sachen Performance im vergangenen Jahr am stärksten zulegen konnten.

Als erfolgsentscheidend für Data Driven Marketing werden von den deutschen Marketern vor allem bessere Mess- und Attributionsinstrumente sowie mehr Verständnis seitens der Stakeholder angesehen. Außerdem der Zugang zu Audience Data.

Ungenutztes Potenzial sehen die Befragten vor allem beim Thema Data Analytics sowie bei Third-Party-Daten und beim Datenmatching.

Als größtes Hindernis für Data Driven Marketing in der Praxis wird die Regulierung angesehen, gefolgt von einem Mangel an Expertise. Martin Nitsche meint dazu: "In unserer Gesellschaft muss ein Umdenken stattfinden. Die digitale Transformation ist nicht aufzuhalten und wir müssen aufpassen, im internationalen Wettbewerb nicht abgehängt zu werden. In den USA oder Asien sehen beispielsweise die Menschen zuallererst die Chancen neuer Technologien und sind im Umgang mit Daten deutlich offener." Und weiter: "Mangelnde Expertise sehe ich eher unkritisch. Gerade im Bereich von Data-Driven Marketing und Advertising können sich nur solche Dienstleister und Unternehmen behaupten, die ein Höchstmaß an Qualität und Datensicherheit der Konsumenten anbieten. Alle anderen Wettbewerber werden über kurz oder lang vom Markt verschwinden."

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Schlagworte zum Thema:  Database, Analytics, Big Data, Marketing

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