| ddp 2014

Effizienz meets Kreation

Außergewöhnliche Location: der Dialogmarketing-Award ddp wurde in diesem Jahr in einer Berliner Kirche verliehen.
Bild: DDV e.V.

Effiziente Kreation: Deutschlands beste Dialogmarketer trafen sich am 23. Mai zur Verleihung des Deutschen Dialogmarketing Preises 2014 (ddp) in der Auferstehungskirche in Berlin-Friedrichshain. 

In der Kirche, in der Altar und Taufbecken per Knopfdruck unter dem Fußboden verschwinden, um Raum für eher weltliche Events zu schaffen, feierte der ddp so etwas wie seine Wiedergeburt: Nachdem die Agenturszene im letzten Jahr heftig über Rankings und Preise gestritten hatte, waren auch bei der wichtigsten deutschen Dialogtrophäe die Einreichungszahlen abgesackt. Gute Award-Werbung und ein geschliffeneres Jurierungsprocedere sorgten in diesem Jahr für frohe Botschaften: Mit 353 Einreichungen bewerteten die 20 Juroren 50 Prozent mehr Arbeiten als im Vorjahr.

Kreation und Werbewirkung gleichberechtigt

Von diesen 353 schafften es 76 Arbeiten auf die Shortlist, 57 von ihnen erhielten bei der gut besuchten und von Alexander Mazza launig moderierten Preisverleihung Gold, Silber oder Bronze. Passend zum Ort lautete das Motto der Veranstaltung "Ja, ich will", zelebriert wurde die Vermählung von Kreation und Effizienz. Nun musste eine ddp-würdige Kampagne schon immer exzellente Kreation und hervorragenden Ergebnisse gleichermaßen aufweisen; bei dem in diesem Jahr verschärften Verfahren wurde indes noch stärker darauf geachtet, dass diese Beziehung tatsächlich gleichberechtigt ist: In der ersten Bewertungsrunde war die Jury in eine Effizienz- und eine Kreationsgruppe geteilt. Die Effizienzgruppe bekam nur die Strategie und Ergebnisse einer Kampagne zu sehen, die Kreationsgruppe nur die Bilder. Die Arbeiten, die übrig blieben, wurden dann von beiden Gruppen noch einmal gesamt gesichtet und die in dieser Runde für preiswürdig empfundenen Arbeiten schließlich in einer ganztägigen Diskussionsrunde noch einmal einzeln auf Herz und Nieren geprüft.  

Eine weitere Neuerung: In der Kategorie Mailing wurden Aussendungen unter und über 100.000 Stück getrennt bewertet. Damit hatten auch hochauflagige Mailingkampagnen – die in der Regel weniger kreativ sein können als kleinauflagige – höhere Chancen, einen Preis zu gewinnen.

Wunderman zum dritten Mal erfolgreichste Agentur

Insgesamt gab es beim ddp 2014 zwölf Goldmedaillen, 22 Silber- und 23 Bronzetrophäen sowie 19 Auszeichnungen. Die Agentur Wunderman ist im dritten Jahr in Folge der größte Abräumer und damit Agentur des Jahres. Ihr folgen im Gewinner-Ranking die Agenturen Serviceplan, Gkk Dialoggroup und Saint Elmo’s. Als beste Kampagne und somit "Best in Show" wählte die Jury die bestechend intelligente Social-Media-Kampagne "#ZeroFollower" von der Agentur Leo Burnett für den Fiat 500 Abarth.

Die meisten Medaillen wurden in der Kategorie Dienstleistungen vergeben; auch die Kategorien Credentials, gemeinnützige, gesellschaftliche und kulturelle Organisationen sowie Automobil kamen gut weg.

Hoffnungsvoller Dialogmarketing-Nachwuchs

Eine gute Sache: Der Junior Creative Award, der bislang stets die Kampagne für den nachfolgenden ddp-Award stellte, ging in diesem Jahr erstmals an eine handfeste Praxisaufgabe. Gefragt war eine Kampagne zur Generierung von Patenschaften für das Kinderhilfswerk Childfund Deutschland. Gewonnen hat hier nicht nur das Juniorenteam der Agentur Geometry Global, sondern auch Childfund, das die Arbeit einsetzen wird.

Für Michael Koch, zum sechsten Mal Juryvorsitzender des ddp, ist das Konzept des noch stärker auf die Paarung von Effizienz und Kreation fokussierten ddp voll aufgegangen. Beim ddp 2015 soll die 400-Einreichungen-Grenze geknackt werden. Und: Award-Ausrichter aus dem Ausland haben bereits Interesse an dem ddp-Verfahren bekundet.

Alle Gewinneragenturen, den Medaillenspiegel und vor allem die sehr sehenswerten Siegerkampagnen finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Dialogmarketing, Kreation, Crossmedia, Social Media, Mailing

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