10.06.2014 | E-Mail-Marketing

Das sollten Werbetreibende über Blacklists wissen

Auch Jahreszeit und Wochentag entscheiden über den Listenplatz auf einer Blacklist.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Steht die IP-Adresse eines werbenden Unternehmens auf einer Blacklist und wird damit als Spamquelle gemeldet, hat dies negative Auswirkungen auf Reputation und Umsätze. Return Path erklärt, welche Listen es gibt und wie sie funktionieren.

Rund 25.000 Einträge der wichtigsten öffentlichen Blacklists hat Return Path im gesamten Jahr 2013 analysiert. Als wichtigste Blacklists nennt der E-Mail-Marketing-Dienstleister unter anderem Sender Score, Spamcop, psbl.surriel.com, cbl.abuseat.org und URIBL.

Genauer angesehen haben sich die Studienautoren jene Blacklists, die Gmail verwendet. Obwohl sich Gmail nicht selbst dazu geäußert hat, will Return Path einen Weg gefunden haben, herauszufinden, wie die verschiedenen Listen gewichtet werden. Demnach sinkt die Posteingangsrate nach einem Eintrag bei pbl.spamhaus.org (geben an, dass es sich technisch gesehen nicht um eine Blacklist handelt) um durchschnittlich 58 Prozent, bei sbl.spamhaus.org noch um 21 Prozent. In den meisten Fällen bleiben die Versender nicht länger als ein bis zwei Tage erfasst, wie beispielsweise bei Spamcop (86 Prozent), dnsbl.ahbl.org (70 Prozent) und cbl.abuseat.org (60 Prozent). Bei psbl.surriel.com bleiben immerhin 30 Prozent der Einträge 15 Tage lang gelistet.

Jahreszeit und Wochentag entscheidet mit

Außerdem wurden saisonale Schwankungen beobachtet. Die meisten Blacklistings gibt es in der Vorweihnachtszeit, wobei dies natürlich auch die Phase des Jahres ist, in der es insgesamt das höchste E-Mail-Aufkommen gibt. Ein weiteres Hoch wurde zudem im Juli gemessen.

Interessanterweise haben die verschiedenen Listen unterschiedliche Lieblingstage, an denen besonders viele Blacklistings stattfinden. Bei sbl.spamhaus.org ist dies beispielsweise der Mittwoch, an dem 68 Prozent aller Listings stattfinden. Bei dnsbl.ahbl.org ist es hingegen der Sonntag (71 Prozent), bei pbl.spamhaus.org verteilen sie sich relativ gleichmäßig auf Donnerstag, Freitag und Sonntag (jeweils 22 Prozent). Gute Tage für Werbetreibende sind hingegen Montag und Samstag.

Einfluss auf die Beurteilung einer Mail hat auch das Land, aus dem eine Mail versendet wird. Deutlich am häufigsten erscheinen Versender aus Brasilien (79 Prozent) auf einer Liste, gefolgt von Frankreich (52 Prozent). Deutschland bewegt sich mit 22 Prozent im Mittelfeld, einen deutlich niedrigeren Wert hat hingegen Großbritannien mit zwölf Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, E-Mail-Marketing, Kundenbindung, Dialogmarketing, Direktmarketing

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