Der Investor übernimmt den Call-Center-Dienstleister CCC mit Hauptsitz Wien. Bild: CCC

Call-Center-Markt in Bewegung: Der Investor Ardian übernimmt die Mehrheitsanteile am Call-Center-Dienstleister CCC mit Hauptsitz in Wien. Ziel der Übernahme ist nach Unternehmensangaben die Finanzierung des weiteren Wachstums von CCC.

CCC betreibt 18 Call-Center-Standorte in acht Ländern und plant, sowohl neue Standorte zu eröffnen als auch an bestehenden weiter zu wachsen. Um diese Wachstumspläne zu finanzieren, arbeitet das Unternehmen ab 2018 mit der Investmentgesellschaft Ardian zusammen, die schon in den Jahren 2009 bis 2013 an CCC beteiligt war. Seit 2014 gehört CCC mehrheitlich Silverfleet Capital, das die Anteile nun verkauft.

Das Engagement von Ardian sei auch eine Reaktion auf die zunehmende Konsolidierung im deutschen und europäischen Call-Center-Markt, erklärt CCC. Das Unternehmen wolle weiterhin als unabhängiger Anbieter am Markt wettbewerbsfähig sein. Dafür brauche man das Kapital von Ardian. Die Investmentgesellschaft verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte in Höhe von 65 Milliarden US-Dollar.

Call-Center-Markt konsolidiert sich

Der deutsche Call-Center-Markt steht seit einigen Jahren inmitten einer Konzentrationswelle. Vor allem große Call-Center-Unternehmen aus dem angelsächsischen bereich haben deutsche Anbieter übernommen. So hat Capita aus Großbritannien zuletzt avocis, tricontes und 3C Dialog übernommen, der US-amerikanische Call-Center-Riese Convergys hatte buw aus Osnabrück. Grund ist unter anderem, dass Kunden zunehmend weltweite Betreuung verlangen, dieses Wachstum verlangt finanzielle Mittel, die mittelständische Call-Center allein nicht erwirtschaften können.

Schlagworte zum Thema:  Call-Center, Customer Care, Kundendialog

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