23.01.2015 | Call-Center

Neuer Branchenkodex für Telefonmarketing

Verbraucher sollen besser geschützt werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) und der Call Center Verband Deutschland (CCV) haben ihren gemeinsamen Branchenkodex weiterentwickelt. Erstmals war dabei die Bundesnetzagentur mit eingebunden.

Die freiwillige Selbstverpflichtung gibt zentrale Vorgaben für den Einsatz von Telefonmarketing vor. Der neue Kodex, der seit Januar 2015 gilt, ist Grundlage der Regulierung nach § 7 Abs. 1 UWG durch die Bonner Behörde. Kern des neuen Branchenkodex ist es, Verbraucher beim Telefonmarketing noch nachhaltiger vor unlauteren Geschäftspraktiken und aus diesen resultierenden unzumutbaren Belästigungen zu schützen.

DDV-Präsident Patrick Tapp erklärt: "Bei der Telefonwerbung stehen stets die Wünsche der Kunden im Fokus. Die Branche nutzt hier aktiv das Instrument der Selbstregulierung und geht dabei sehr in die Tiefe der Arbeitsorganisation. Das geht von der grundsätzlichen Verhaltensweise am Telefon über die Festlegung von Anrufzeiten und Rückrufzeiten sowie Wahlfrequenzen bis zur Anzahl möglicher Anrufe."

Die Initiative soll die Akzeptanz des Telefons als Marketinginstrument verbessern. Für die Mitglieder von DDV und CCV ist eine sechsmonatige Übergangsfrist zur Umsetzung aller Vorgaben vorgeschrieben.

CCV-Vizepräsident Walter Benedikt sagt: "Beide Verbände verbinden mit dem Kodex den ernsthaften Willen, gegen unerlaubte Telefonwerbung noch effektiver als bisher vorzugehen. Der Kodex beschreibt ganz klar, was erlaubt ist und was nicht – damit haben wir weitreichende Transparenz für Unternehmen und die Verbraucher."

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Schlagworte zum Thema:  Telefonmarketing, Kundenservice, Dialogmarketing, Direktmarketing

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