13.06.2013 | Marketingmix

Mittelständische Industrie setzt weiterhin stark auf Marketingklassiker

Für das Messemarketing machen deutsche Industrieunternehmen gerne Geld locker.
Bild: Messe Duesseldorf, Constanze Tillmann

Der Bundesverband Industrie Kommunikation (Bvik) hat zum zweiten Mal seine Erhebung "Budgetverteilung im Marketing von Industrieunternehmen" durchgeführt. Ein zentrales Ergebnis: In der mittelständischen Industrie fließt das meiste Geld weiterhin in Messeauftritte, Produktinformationen und Printwerbung.

Der Trend zu mehr Online geht aber auch an der Industrie nicht vorbei: Nutzten im Jahr 2011 erst 25 Prozent aller Teilnehmer Social-Media-Plattformen, so gaben nun 46 Prozent an, bei Facebook & Co. präsent zu sein. 64 Prozent setzen mittlerweile auf Animationen und Filme im Web. Hier war ebenfalls eine deutliche Steigerung zu verzeichnen.

Wenig Veränderung im Jahresvergleich zeigte sich bei den Kriterien, die für die Verteilung des Marketingbudgets eine Rolle spielen. Hier zeigt sich, dass die Budgetverwendung nach wie vor sehr stark aktionsgetrieben ist und zu 71 Prozent Messen und andere Aktionen dabei eine bedeutende Rolle spielen. Auch Umsatzplan und Produktzyklus (zum Beispiel Einführungen neuer Produkte) bleiben Top-Kriterien für die Verteilung des Etats.

Ein Sonderthema der Studie waren Erfolgsmessung und Kennzahlen. Der Großteil der befragten Marketingverantwortlichen erachtete den Einsatz von Key Performance Indikatoren (KPI) für Marketingcontrolling und -steuerung als zielführend. Große Unternehmen mit über 2.000 Mitarbeitern gaben zu 50 Prozent an, KPI zu nutzen, bei den kleinen Unternehmen bis 200 Mitarbeitern sind es hingegen nur 18 Prozent. Während beispielsweise 72 Prozent bei Messen und Ausstellungen eine Erfolgsmessung für sinnvoll halten, führen nur 36 Prozent eine solche durch. Die Schere geht bei Public Relations, Onlinewerbung und insbesondere bei der klassischen Printwerbung noch weiter auseinander. Nur 9 Prozent führen hier Erfolgsmessungen durch, aber jeder Zweite hält sie für wünschenswert. Gründe für die Nicht-Nutzung sind neben Zweifeln an der Aussagekraft auch Unkenntnis und Kapazitätsengpässe.

Die Untersuchung wurde in Kooperation mit Dima Marktforschung durchgeführt.

Schlagworte zum Thema:  Mittelstand, Messe, Mediaplanung, Werbung, Marketing

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