19.01.2012 | Dialogmarketing

BDSG-Novelle: "In den Kundendatenbanken wird es Schwund geben"

Unternehmen in Deutschland haben beim Datenschutz großen Nachholbedarf. Denn wer am 31. August 2012 keine saubere Kundendatenbank nachweisen kann, geht ein unkalkulierbares Risiko ein. Das sagt Dr. Kai Westerwelle, Fachanwalt für Informationstechnologierecht bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing.

Den Betrieben hierzulande legt er dringend ans Herz, zu handeln. „Gefragt sind Aktion und Know-how. Wer jetzt damit beginnt, seine Datenbank auf saubere Beine zu stellen, wird kein Problem haben“, so Westerwelle. Das sei ein längerfristiger Prozess, der Geld koste, aber nicht zu ändern sei. „Mein Rat ist, sukzessive vorzugehen und zunächst alle alten Datensätze, für die noch keinerlei Einwilligungen oder gesetzliche Erlaubnis zu Datenspeicherung und -nutzung vorliegen, beispielsweise rot zu markieren. Alle neuen Adressen mit Opt-In werden grün gekennzeichnet. Im Rahmen von Standard-Mailings sollten die Unternehmen im nächsten Schritt ihre noch rot markierten Bestandskunden um deren Einwilligung für die Aufnahme der Daten in die Datenbank sowie für die Verwendung zu Werbezwecken bitten. Liegt das Opt-In vor, wird der jeweilige Datensatz von rot auf grün umgestellt. Auf diese Weise wird die Datenbank nach und nach immer sauberer“, gibt der Rechtsanwalt in acquisa Tipps, wie Unternehmen ihre Datenbanken in der Praxis auf einen rechtskonforme Basis stellen können.

Das ausführliche Interview mit Dr. Kai Westerwelle lesen Sie in der Januarausgabe von acquisa. Eine Kurzversion finden Sie hier. (kd/ms)

Aktuell

Meistgelesen