01.09.2016 | Top-Thema Audiobranding: Was besser klingt, darf teurer sein

Mehrere Sinne ansprechen

Kapitel
Zerebral wird die mehrsinnige Botschaft der einsinnigen vorgezogen.
Bild: Corbis

Erreicht eine Botschaft das Gehirn über mehrere Sinne, wirkt sie stärker. Es gibt auch schon ganz praktische Beispiel für den neuartigen Einsatz von Klängen.

Auf der World-Press-Photo-Ausstellung in Amsterdam wurde letztes Jahr erstmals ein Bildband vorgestellt, dessen Fotos im doppelten Sinne eine Geschichte erzählen: Die Schicksale von Menschen aus allen Teilen der Welt wurden nicht nur visuell präsentiert; vielmehr ertönten aus unsichtbaren Lautsprechern in der Innenseite des Papiers Stimmen, Geräusche und Musik in einer Klangvielfalt ohnegleichen.

Diese kleine Meisterleistung, das sogenannte T-Book (T steht für Ton) wurde am Institut für Print- und Medientechnik der Technischen Universität Chemnitz entwickelt. Es verleiht jedem Bild eine neue sensitive Dimension: Staunen, Wut, Freude, Angst, Trauer, je nachdem. So stellt sich Anteilnahme auf eine viel intensivere Weise ein, als wenn man ein Bild nur betrachtet.

Die Verankerung im Gehirn durch Audio verstärken

Warum das so ist? Zerebral wird die mehrsinnige Botschaft der einsinnigen vorgezogen. Erreicht also die gleiche Botschaft unser Gehirn parallel über mehrere Sinne, erzeugt dies eine neuronale Wirkungsexplosion. "Kauf mich!", feuern die Neuronen wie wild. Und jedes Mal, wenn wir ein soundgestütztes Produkt dann nutzen oder verwenden, verstärkt sich die Verankerung im Gehirn.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Markenführung, Marke

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