16.12.2015 | Kundendialog

11 praktische Tipps für Ihr E-Mail-Marketing

Damit Werbe-E-Mails gut beim Kunden ankommen.
Bild: Michael Bamberger

Die Experten der Certified Senders Alliance haben die wichtigsten Tipps zu den rechtlichen und technischen Anforderungen des E-Mail-Marketing zusammengestellt. Damit Ihre Werbe-E-Mails besser - und überhaupt - beim Kunden ankommen.

Im Idealfall erreicht die Werbe-E-Mail den passenden Kunden, der sich über die Zusendung freut und eine gewünschte Interaktion ausführt. Jedoch gilt es vorher, einige rechtliche und technische Bedingungen zu erfüllen.

Rechtliche Tipps für das E-Mail-Marketing:

  1. Einwilligung: Für jede werbliche E-Mail wird ein vorheriges, ausdrückliches, transparentes und separates Opt-in benötigt. Es gibt nur eine Ausnahme von dieser Regelung: Bei einer bestehenden Kundenbeziehung, im Rahmen eines Kaufs von Ware oder Dienstleistung, reicht die Opt-out-Möglichket. Aber Achtung: Es dürfen nur ähnliche Produkte beworben werden.
  2. Keine Verschleierung: Der werbliche Charakter der E-Mail darf nicht verschleiert werden. Dies betrifft insbesondere die Absender- und Betreffzeile. Der Empfänger muss schon vor dem Öffnen der E-Mail klar erkennen können, ob es sich um eine kommerzielle Nachricht handelt.
  3. Abmeldelink: In jeder Werbe-E-Mail muss ein Abmeldelink enthalten sein.
  4. Impressum: Das Impressum darf in keinem Newsletter fehlen: Entweder als vollständiger Text oder als Link, der über maximal zwei Klicks zur Impressumsseite führt.
  5. Internationale Rechtsgrundlagen: Bei internationalem Versand von Newslettern muss man die Rechtsordnung des Ziellandes kennen – gilt grundsätzlich Opt-in oder Opt-out?

Technische Tipps für das E-Mail-Marketing:

  1. Reputation: Achten Sie auf eine gute Reputation Ihrer Versandserver. Ohne sie werden Ihre E-Mails gar nicht erst vom Internet Service Provider (ISP) angenommen.
  2. Basics: Dasselbe gilt für die Erfüllung der grundlegenden Standards. Der Hostname muss zum HELO des Servers passen, und auch ein passender rDNS muss gesetzt sein.
  3. Sender Policy Framework (SPF): Durch SPF machen Sie dem empfangenden ISP gegenüber bekannt, von welchen IP-Adressen er E-Mails in Ihrem Namen erwarten kann, und was er tun soll, wenn er E-Mails in Ihrem Namen von anderen IP-Adressen erhält.
  4. Domain Keys Identified  Mail (DKIM): Mit DKIM "unterschreiben" Sie jede Ihrer E-Mails digital und machen sie damit gegenüber E-Mails mit gefälschtem Absender, die Ihren guten Namen missbrauchen wollen, eindeutig identifizierbar.
  5. Domain-based Message Authentication Reporting Conformance (DMARC): Die neueste Waffe gegen Phishing lautet DMARC. Es ergänzt SPF und DKIM, indem Sie als Versender dem empfangenden ISP eindeutige Empfehlungen geben können, wie mit E-Mails in Ihrem Namen, die jedoch nicht von Ihnen kommen, umzugehen ist. Darüber hinaus können dank DMARC-Reports mögliche Phishing-Quellen aufgedeckt und weitere Missbrauchsfälle verhindert werden.
  6. Relevanz: Neben allen technischen Standards gilt immer noch: Seien Sie relevant und interessant. Nur wenn die Empfänger Ihre E-Mails öffnen und lesen, werden Sie auch in Zukunft eine gute Reputation haben und zugestellt werden.

Seit zwölf Jahren gibt es dank der Certified Senders Alliance (CSA) den Qualitätsstandard für E-Mail-Marketing, ins Leben gerufen vom Deutschen Dialogmarketing Verband DDV und dem Eco Verband der Internetwirtschaft. Die CSA hat sich als Standard auf dem nationalen sowie internationalen Markt etabliert und erfreut sich einer stetig wachsenden Zahl von Mitgliedern und Partnern.

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Schlagworte zum Thema:  E-Mail-Marketing, Dialogmarketing, Direktmarketing

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