Um den Rückstand gegenüber den digitalen Vorreitern aufzuholen, müssen sich Unternehmen sputen. Bild: Comstock Images, a division of JupiterImages Corporation

Die Auswirkungen der digitalen Transformation sind in den Unternehmen bereits deutlich spürbar. Dennoch starten 40 Prozent erst jetzt, sich mit den Veränderungen auseinanderzusetzen. So das Ergebnis einer Studie. Das Interessante daran: Dies gilt nicht nur für deutsche Unternehmen.

Es sind also nicht nur deutsche Unternehmen, die sich mit den Veränderungen des digitalen Wandels schwertun. Die internationale Studie "Führung im digitalen Zeitalter“ des Beratungsunternehmens Metaberatung und dem Global Center for Digital Business Transformation, einer Initiative der IMD Business School in Lausanne sowie Cisco, gibt quasi Entwarnung: Auch anderswo wird gerade erst begonnen, die Unternehmen auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten.

Trotz des schnellen Fortschreitens digitaler Innovationen geben demnach 40 Prozent der Befragten an, dass sie gerade erst mit den Vorbereitungen auf die Veränderungen beginnen. Dabei haben 92 Prozent die Auswirkungen der digitalen Transformation auf ihre Unternehmen bereits bemerkt. Entsprechend fühlen sich nicht mehr als 15 Prozent gut vorbereitet.

Digitalisierung: Augen zu und durch funktioniert nicht

Nicht einmal in jedem fünften Unternehmen werden digitale Technologien wie Analysetools oder Social Media eingesetzt. Und auch 30 Prozent der Führungskräfte geben an, digitale Tools selten oder nur gelegentlich selbst zu nutzen.

Für die Studienautoren bedeutet dies, dass Führungskräfte schlichtweg nicht wissen, wie sich Führung in der digitalen Welt ändern muss. Dabei werde das Prinzip "Augen-zu-und-durch“ nicht funktionieren. Führungskräfte müssten heute agil sein, anpassungsfähig, vorausschauend und engagiert.

42 Prozent derjenigen, die die Studie als agil identifiziert hat, fällen Entscheidungen auf Basis von Datensammlungen. Jeder Vierte nutzt bereits digitale Tools, unter den anderen sind es erst sieben Prozent. 28 Prozent der agilen Führungskräfte nutzen virtuelle Netzwerke und Foren, ansonsten ist es lediglich einer aus 100.

Befragt wurden branchenübergreifend mehr als 1.000 Führungskräfte aus Europa, Asien und den USA.

Dem Mittelstand fehlen Fachkräfte, um die digitale Transformation zu meistern.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Unternehmen, CRM

Aktuell
Meistgelesen