01.04.2015 | Top-Thema Warum Big Data im E-Commerce so wichtig ist

Shop-Optimierung: Produktauswahl ist entscheidend

Kapitel
"Mittlelgroße Online-Händler müssen Besucher schneller konvertieren. Dazu müssen sie so viel wie möglich über sie wissen", meint Rudi Geiger, , Director Large Enterprise Accounts EMEA bei Demandware.
Bild: DemandWare

Deutsche Online-Händler hinken bei Datenanalyse und Datennutzung Wettbewerbern aus anderen Ländern hinterher. In einigen Branchen wie Kosmetik oder Living müssten sie schnell aufholen, sonst wird es eng. 

Mehr als 1.110 Online-Shops in aller Welt arbeiten mit der Demandware-Lösung, entsprechend groß ist der Datenpool, der Ihnen für die E–Commerce-Beratung zur Verfügung steht. Wie stark nutzen im internationalen Vergleich deutsche Shop-Betreiber schon Datenanalysen im E-Commerce?

Gunnar Ulle: In Bezug auf Datenanalysen und datenbasierte Marketing- und Vertriebsstrategien sind uns viele andere Länder weit voraus. Insbesondere der Mittelstand hierzulande optimiert seine E-Commerce-Aktivitäten nur zögerlich und verschenkt damit viel Potenzial.

Rudi Geiger: Es lassen sich dabei auch branchenspezifische Unterschiede feststellen. Während in den Bereichen Bücher und Elektronik viele Online-Händler schon gut aufgestellt sind, starten andere Branchen wie Kosmetik, Home und Living jetzt erst durch. Sie müssen jetzt sehr schnell den Sprung nach vorn schaffen. Es sind vor allem Unternehmen dieser im Online-Handel aufstrebenden Branchen, denen wir jetzt mit Beratung und Technologie bei ihren E-Commerce-Vorhaben helfen.

Worin sehen Sie den Grund für die Defizite hierzulande?

Ulle: In anderen Ländern hat man viel früher datenbasiert agiert und kann heute auf entsprechende Erfahrungen zurückgreifen. Oft gibt es in Deutschland auch Datenschutzbedenken und vielen Firmen fehlt schlicht die Expertise für datengetriebene E-Commerce-Strategien.

Vor welchen Herausforderungen steht der Mittelstand konkret?

Ulle: Das Zusammenbringen von Strategie und Daten ist für viele ein schwieriges, noch ungewohntes Thema. Für diejenigen, die schon einen Schritt weiter sind und konkrete Optimierungsmaßnahmen in Angriff nehmen wollen, stellen die richtigen Segmentierungen die größte Hürde dar.

Geiger: Auch der Wettbewerb ist härter geworden. Man hat es heute oft mit großen, internationalen Anbietern zu tun. Das ist insbesondere für Mittelständler eine Herausforderung. Um zu bestehen, muss man Kunden aktiv in seinen Online-Shop lotsen, für hohe Conversion-Rates sorgen und Cross- und Upselling-Möglichkeiten bieten. Das funktioniert nur, wenn man seine Zielgruppe und ihre Interessen kennt. Und dafür braucht es Datenanalysen. Daten sind der Schlüssel für einen erfolgreichen E-Commerce.

Aber nicht jedes Unternehmen kann und möchte eine Datenanalyse-Abteilung aufbauen ...

Geiger: Wir sitzen durch die Umsatzbeteiligung mit unseren Kunden quasi zusammen in einem Boot. Verdient der Kunde, verdienen auch wir. Daher beraten wir ihn umfassend und nutzen dafür unsere Datenanalysen aus hunderten Online-Shops. Anhand unseres Datenpools können wir unseren Kunden ganz genau sagen, welche Strategie wo und warum funktioniert hat, und welche nicht.

Schlagworte zum Thema:  Shop, Online-Shop, Shop-Betreiber, Daten, Big Data, Kundendaten, E-Commerce

Aktuell

Meistgelesen