04.05.2017 | Customer Experience

Die Kunden sind offen für VR im Handel

Im privaten Umfeld sind Virtual-Reality-Brillen noch eine Seltenheit.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Verbraucher sind bereit für Virtual-Reality-Anwendungen (VR) im (stationären) Handel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Elaboratum New Commerce Consulting. Nur einen echten Mehrwert müssen sie bieten.

Laut Studie "Virtual Reality im (Online-)Handel" glauben 54 Prozent der Befragten, sich durch VR ihr gewünschtes Produkt besser vorstellen zu können. Die Hälfte geht davon aus, dass ihnen virtuelle Einkaufshilfen dabei helfen würden, Kaufentscheidungen zu treffen. 39 Prozent sind überzeugt, dass entsprechende Technologien einen direkten Einfluss auf ihre Kaufentscheidung haben können. Fast ebenso viele (36 Prozent) würden aus diesen Gründen explizit einen Händler bevorzugen, der eine VR-Anwendung bietet.

VR-Anwendungen im Handel sollen echte Mehrwerte bieten

Den Befragten wurden sechs Szenarien präsentiert, um herauszufinden, worauf genau Kunden anspringen, darunter eines mit einem Automobil, einem Hauskauf oder einer Reise. Besonders gut kamen immer jene VR-Szenarien an, die einen klaren Mehrwert bieten. Reines VR-Shopping hingegen, also der virtuelle Einkaufsbummel ohne jeden Produktbezug, konnte weniger begeistern.

Der Knackpunkt sei laut Studienautoren die "VR-Einstiegshürde“. Sei die erst einmal genommen, hätten Händler gute Chancen, Kunden langfristig zu begeistern und zu binden. Denn mehr als die Hälfte derer, die selbst schon mindestens einmal VR genutzt haben, würden einen Händler, der diese Technologien bietet, bevorzugen. VR hätte auch in diesem Fall einen direkten Einfluss auf ihre Kaufentscheidung. Die Herausforderung für Händler besteht deshalb darin, ein erstes Ausprobieren für die Kunden so einfach wie möglich zu gestalten.

Bei Marketern ist VR derzeit ganz hoch im Kurs

Wettbewerbsvorteil für den stationären Handel

Die Nutzungsmöglichkeiten daheim und damit im Onlinehandel sind noch schwierig. Zum einen sind VR-Brillen noch kaum verbreitet, zum anderen ist die Bereitschaft, eine passende App herunterzuladen mit 28 Prozent noch sehr gering. Stationäre Händler haben deshalb einen klaren Vorteil, weil sie ihre Kunden mit VR-In-Store-Systemen an die Technik heranführen können.

Übrigens: Das Geschlecht hat keine Auswirkungen auf die Akzeptanz von VR-Anwendungen. Das Alter schon. Je jünger der Kunde, desto höher die Begeisterung. Befragt wurden 1.000 repräsentativ ausgewählte Internetnutzer.

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Schlagworte zum Thema:  Handel, Customer Experience

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