Denn sie wissen nicht was sie tun: Die Digitalisierung ist ein Mammutprojekt, das gut durchdacht sein sollte. Bild: Corbis

Alle reden über die digitale Transformation. Viele fragen sich, wie sich Digitalisierungsprojekte effizient umsetzen lassen. D.velop, ein Spezialist für Enterprise Content Management, nennt typische Stolperfallen und wie man sie umgeht.

Die Digitalisierung bietet Unternehmen viele Möglichkeiten, doch nicht alle sind gewinnversprechend. Folgende Tipps gegen die ECM-Spezialisten von D.velop:

Klare strategische Orientierung: Die Abkehr von bisher manuell geprägten Prozessen kann ohne genaue Zielbestimmung kaum erfolgreich sein. Insofern gilt es, eine mittelfristig ausgerichtete strategische Roadmap zu definieren, damit der digitale Wandel nicht zu einem Stückwerk ohne angemessenen Nutzen wird. Dabei sollte bewusst mit externen Partnern zusammengearbeitet werden, die eine neutrale Sicht auf etablierte Prozesse besitzen.

Die Digitalisierung in der Investitionspolitik verankern: Eine Transformation gleich welcher Art ist nicht kostenfrei zu realisieren, demzufolge muss der digitale Wandel auch durch angemessene Budgetsteigerungen für moderne Technologien in den Investitionsplanungen abgebildet sein. Zudem bedarf es Verschiebungen bei den Budgets: Ausgaben für die technische Bestandssicherung müssen zugunsten der Investitionen in Zukunftstechnologien reduziert werden.

Den Bedarf identifizieren: Es muss beantwortet werden, was für eine digitale Performance die Wettbewerbsverhältnisse des Unternehmens aktuell und perspektivisch verlangen. Die gilt es im Rahmen einer digitalen Reifegradanalyse möglichst konkret zu beantworten, um daraus den Handlungsbedarf abzuleiten.

Nicht beliebig digitalisieren

Digitalisierungsmaßnahmen priorisieren: Nicht jeder Geschäftsprozess hat den gleichen Nutzen für die Wertschöpfung des Unternehmens. Also erscheint es angesichts der zahlreichen noch nicht digitalisierten Abläufe notwendig zu sein, sich zunächst den Prozessen mit einem möglichst hohen Digitalisierungsnutzen zu widmen. Dies verlangt aber auch, Kriterien zur Priorisierung zu definieren, damit nicht beliebig digitalisiert wird.

Keine isolierte Ausrichtung der Prozesse: Die digitalen Prozesse enden nicht an den Türen einer Organisationseinheit oder eines Fachbereichs. Deshalb sollte der konzeptionelle Blick nicht nur auf die originären Anforderungen gerichtet werden, sondern die Prozessstruktur ist so zu gestalten, dass ausreichende Optionen für eine Integration in End-to-end-Prozesse auch über die Unternehmensgrenzen hinaus, bis hin zur Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden, Partner oder Lieferanten bestehen.

Agile Projektmethoden nutzen: Hinter der Digitalisierung verbirgt sich eine veränderte Denkkultur, zudem weist sie eine hohe Entwicklungsdynamik auf. Dies verlangt eine hohe Flexibilität, die von den klassischen Projektmethoden nicht im notwendigen Maß angeboten werden kann. Deshalb sollten für die Umsetzung des digitalen Wandels agile Methoden bevorzugt werden.

Das Umfeld muss stimmen

Cloud-Lösungen einbeziehen: Wer für neue Digitalisierungslösungen immer erst eine technische Infrastruktur und Betriebsverfahren aufbauen will, kann sich nicht flexibel und agil im Markt verhalten. Der Ausweg aus dem Problem lautet Cloud-Services, die eine sehr flexible Alternative oder zumindest Ergänzung zu den inhouse implementierten Lösungen darstellen können.

Digital Workplaces einrichten: Die Arbeitsprozesse werden immer mobiler, neue Kommunikationskanäle verbreiten sich und Teams arbeiten kollaborativ über Unternehmensgrenzen hinweg zusammen. Diese Anforderungen können die klassischen Desktops der Mitarbeiter nicht erfüllen, somit darf in den Planungen zur digitalen Transformation eine Neuausrichtung der Arbeitsplatzsysteme nicht fehlen.

Gezielt fortbilden: In der digitalen Arbeitswelt sind ganz neue Qualifikationen erforderlich, deshalb besteht die Herausforderung darin, über gezielte Weiterbildungskonzepte auf breiter Front ein digitales Know-how zu schaffen. Alle Mitarbeiter sollten frühzeitig in die Projekte eingebunden werden, um praktische Erfahrungen mit der Digitalisierung sammeln zu können.

Für eine digitale Innovationskultur sorgen: Weder bei den Mitarbeitern noch bei den Führungskräften liegt automatisch eine hohe Veränderungsbereitschaft vor. Wichtig ist deshalb, eine einheitliche Digitalisierungskultur zu schaffen. Ansonsten entsteht Widerstand statt Akzeptanz. Da der digitale Wandel zu erheblichen Veränderungen führt, kommt dem mitgestaltenden Engagement der Mitarbeiter eine erfolgskritische Bedeutung zu.

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Schlagworte zum Thema:  CRM, Digitalisierung, Unternehmen, Digital Leadership

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