23.07.2014 | Database

Vertrieb und Marketing setzen verstärkt auf Business Intelligence

Mehr Daten machen die Unternehmenssteuerung komplexer.
Bild: Haufe Online Redaktion

Für die Anbieter von Software für Business Intelligence und Business Analytics war das Jahr 2013 erneut ein sehr erfolgreiches. Ihre Umsätze sind im Durchschnitt um mehr als zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – und damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt für Standard-Software. Eine besonders hohe Nachfrage verzeichnen die Anbieter laut Lünendonk aus den Fachbereichen Vertrieb, Marketing und Unternehmenssteuerung bzw. Risikomanagement.

Neben den IT-Trendthemen Cloud, Security und Mobile Enterprise bildet sich in den kommenden zwei Jahren ein Investitionsschwerpunkt bei Business Intelligence und Business Analytics. Dies sind erste Ergebnisse der Lünendonk Marktstichprobe 2014 "Business Intelligence als Kernkompetenz – Der Markt für Business-Intelligence-Standard-Software in Deutschland".

Knapp 18 Prozent des Umsatzes der befragten BI-Hersteller werden mit dem Vertrieb erzielt und elf Prozent mit dem Marketing. In Unternehmenssteuerung bzw. Risikomanagement liegt die Durchdringung bei 15 Prozent. Die höchste Durchdringung hat Business Intelligence jedoch im Finanzwesen (knapp ein Drittel).

"Vor dem Hintergrund, dass mittlerweile alle Geschäftsprozesse und fast alle Geschäftsmodelle einen hohen bis sehr hohen IT-Anteil haben, wird in Zukunft die Nachfrage aus Fachbereichen wie Produktentwicklung, Vertrieb, Kundenmanagement und Produktion/Supply Chain stark steigen“, ist sich Ralf Bochtler, Junior Consultant bei Lünendonk, sicher. "Es zeigt sich, dass Fachbereiche und CIOs derzeit massiv in Software-Lösungen investieren, die den Unternehmen dabei helfen, die Digitalisierung und die damit verbundene Komplexität in der Unternehmenssteuerung zu beherrschen", kommentiert zudem Mario Zillmann, Leiter Professional Services.

Für das laufende Geschäftsjahr 2014 bleibt daher der Optimismus in der Branche hoch. Dies zeigt sich auch daran, dass die Anbieter die Entwicklung ihres eigenen Umsatzes wesentlich stärker einschätzen als das Marktwachstum. So gehen die von Lünendonk befragten Software-Anbieter von einem durchschnittlichen Marktwachstum von 9,6 Prozent für 2014 aus, während sie im statistischen Mittel mit 15,9 Prozent Umsatzwachstum rechnen. Besonders starke Impulse für die Geschäftsentwicklung gehen aus Sicht der befragten Anbieter von den Technologiethemen Business Analytics, Self Service BI und Mobile BI aus.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Vertrieb, Big Data, Database, Analytics

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