19.06.2013 | Software

Unternehmen wollen weiter in Business Intelligence investieren

Die Vertriebssteuerung ist ein zentrales Feld für Business Intelligence.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Großunternehmen investieren deutlich mehr in Business Intelligence (BI) als kleinere Betriebe. Zwei Drittel der Konzerne reservieren über eine Million im Jahr für BI-Initiativen, während 84 Prozent der Kleinen maximal 500.000 Euro ausgeben. So das Ergebnis einer Studie von Steria Mummert Consulting.

Für die Studie "Business Intelligence Maturity Audit 2012/13" wurden Unternehmen aus 20 europäischen Ländern befragt. Großunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern investieren demnach deutlich mehr als die kleinen Betriebe mit bis zu 250 Beschäftigten. Zwei Drittel der Konzerne geben mehr als eine Million Euro jährlich aus, 15 Prozent sogar mehr als zehn Millionen. Demgegenüber steht ein Betrag von maximal 500.000 Euro, die 84 Prozent der kleineren Unternehmen für Reporting und Analyse mittels BI investieren.

Die üppigen Budgets der Konzerne machen sich unter anderem an der Zahl der genutzten Softwaresysteme bemerkbar. Manche Großunternehmen setzen doppelt so viele Lösungen ein wie kleine und mittlere Betriebe. Gleichzeitig verteilen sie ihre Ausgaben auf mehr Einsatzfelder. Während die Kleinen BI-Systeme hauptsächlich in Bereichen wie Planung, Budgetierung und Vertriebssteuerung sowie das interne Berichtswesen einsetzen, bedienen die Großen ein breiteres Aufgabenspektrum, zu dem auch die Compliance-Abteilungen  und das Qualitätsmanagement gehören.

Mehrinvestitionen zahlen sich nicht immer aus

Dass Konzerne im Verhältnis mehr für BI ausgeben, heißt noch lange nicht, dass sie auch einen größeren Nutzen aus den Mehrinvestitionen ziehen, sagt Studienleiter Volker Oßendoth. Neue Anforderungen und Technologien in eine langjährig gewachsene und komplexe BI-Landschaft zu integrieren, sei in der Regel aufwendig, und technisch gesehen betreibe die Mehrheit der Unternehmen eine verteilte Warehouse-Architektur. Konsolidierungsbemühungen führten in vielen Konzernen oft nur zu kurzfristigen Verbesserungen, eine vollständige Integration aller Datenbestände zu einem zentralen Enterprise Warehouse bleibe häufig ein ambitioniertes Ziel, weiß Dr. Carsten Dittmar, BI-Experte bei Steria Mummert.

Die meisten Unternehmen wollen ihre Investitionen künftig ausbauen. Das Budget beträgt in der Regel bis zu einem Fünftel des IT-Budgets, wobei vor allem in Self-Service-Werkzeuge und Datenmanagement-Komponenten wie Analytische Plattformen investiert wird.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Big Data, Database

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