| Studie

Unternehmen setzen zu wenig auf Business Intelligence

Mit intelligenten IT-Lösungen verschaffen sich Unternehmen Wettbewerbsvorteile.
Bild: Veer Inc.

Eine Studie von Tns im Auftrag von Arcplan offenbart Nachholbedarf beim Einsatz von Business-Intelligence-Lösungen in deutschen Unternehmen. Und selbst bei denen, die BI nutzen, gibt es Raum für Verbesserungen.

Business-Intelligence-Werkzeuge und Management Dashboards können Unternehmen zu Wettbewerbsvorteilen verhelfen - wenn sie vorhanden sind und dann auch richtig eingesetzt werden. Beides ist jedoch in vielen Unternehmen aktuell nicht der Fall. Nur jedes zweite setzt Management Tools ein und selbst bei jenen, die BI nutzen, gibt es Potenzial nach oben. Während 81 Prozent dieser Unternehmen beim Reporting und Berichtswesen auf BI setzen, sind es bei der Geschäfts- und Prozessplanung nur 62 Prozent. Bei Ad-hoc-Analysen sind es sogar nur 59 Prozent. Mehr zu den aktuellen Business-Intelligence-Trends.

Die Umfrage zeige sehr deutlich den Nachholbedarf hierzulande, kommentiert Steffen Weissbarth, COO von Arcplan, das Studienergebnis. Dabei sollten gerade Trendthemen wie Big Data und die wachsende Informationsflut dazu bewegen, die Möglichkeiten bei der IT-Nutzung auszureizen. Ansonsten gehe Potenzial verloren, um die internationale Konkurrenz in ihre Schranken zu weisen.

Besonders auffällig: Unternehmen setzen ihre BI-Lösungen bislang nur zögerlich für Aspekte wie Planung oder Analyse ein. Stattdessen greifen sie noch immer auf Excel-Tabellen und separate Analysetools zurück. Das ist ineffizient und führt schnell zu Fehlern. Besonders schwer tun sich die 50 Prozent der Firmen, die auch auf Management Dashborads verzichten.

Unterschiede zwischen Großen und Kleinen

Etwas aufgeschlossener gegenüber zeitgemäßen Managementwerkzeugen zeigen sich Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Hier verzichten nur 37 Prozent auf den Einsatz von Dashboards, während es unter größeren Mittelständlern 49 Prozent sind. Interessant in diesem Zusammenhang: Nur 62 Prozent Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern setzen auf BI für die Planung, nur 59 Prozent für Ad-hoc-Analysen. Bei den größeren Firmen sind es 63 beziehungsweise 57 Prozent, die Unterschiede in diesem Bereich also eher marginal.

Unterschiede gibt es auch zwischen den Branchen. Handelsunternehmen hinken hier hinter Branchen wie Produktion, Industrie und anderen her. Im Bereich der Herstellung nutzen 66 Prozent der Befragten Managementwerkzeuge für die Planung sowie 59 Prozent für spontane Analysen. Im Retail-Umfeld verwenden lediglich 50 Prozent ihre BI-Lösung für die Planung und 58 Prozent für Ad Hoc-Datenauswertungen. Bei anderen Branchen sind es 56 Prozent (Planung) sowie 63 Prozent (Analysen).

Dabei können solche Lösungen zur Optimierung von Budgetierungs- und Planungsprozessen beitragen. Laut einer Studie der Hacket Group können BI-Lösungen den Berichtsaufwand um 50, den zeitlichen Aufwand um 75 Prozent senken. Außerdem werden Reportings verbessert und Entscheidungsfindungen erleichtert. BI-Experten raten zu einem unternehmensweiten BI-Konzept. So können unterschiedliche Daten verzahnt werden und einen besseren Überblick über das Gesamtgeschäft verschaffen. Unternehmensprozesse lassen sich leichter steuern und kontrollieren und betriebswirtschaftliche Rückschlüsse fallen deutlich leichter. 

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