Unternehmen wissen heute eine Menge über ihre Kunden - theoretisch. Bild: Corbis

Große Unternehmen interessieren sich mehr für ihre Onlinekunden als kleinere. Das geht aus einer Studie des Bitkom hervor. Insgesamt wird das Potenzial der Kundendaten noch viel zu selten genutzt.

Bereits mit vergleichsweise geringen Aufwand könnten selbst kleine Unternehmen sehr viel näher an ihre Kunden heranrücken als das in der analogen Welt möglich wäre, mahnt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband. Doch die große Mehrheit nutzt das Potenzial, das Kundendaten ihnen bieten, um sie besser zu verstehen und ihnen die passenden Angebote zu unterbreiten, nicht aus.

Im Durchschnitt erheben und analysieren die Unternehmen nur 35 Prozent der möglichen Daten, die beim digitalen Kundenkontakt über Website, Onlineshop oder Newsletter auflaufen. Dabei werde künftig der Geschäftserfolg immer stärker von der digitalen Kundenbeziehung abhängen, so Termer weiter.

Chemie- und Pharmaunternehmen als Vorreiter bei Digital Analytics

Vor allem größere Unternehmen sind bei diesem sogenannten Digital-Analytics- & Optimization-Prozess deutlich weiter als die kleinen. Bei Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern beträgt der Anteil 51 Prozent, bei jenen mit 100 bis 499 sind es dagegen nur noch 38, bei 20 bis 99 Mitarbeitern nur noch 33 Prozent.

Aber nicht nur die Unternehmensgröße macht den Unterschied, ob mit Daten gearbeitet wird oder nicht, sondern auch die Branche. Chemie- und Pharmaunternehmen erreichen einen Abdeckungsgrad von 43 Prozent beim Einsatz von digitalen Kontaktmöglichkeiten und Datenanalyse. Dahinter folgt die Automobilindustrie mit 40, der Handel mit 39 und schließlich Banken und Versicherungen mit jeweils 38 Prozent.

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Geschäftsführung und IT verhindern eine optimale Kundenansprache

Schlagworte zum Thema:  Database, CRM, Digitalisierung

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