23.01.2013 | Studie

Verbraucher erkennen Eigenverantwortung beim Datenschutz

Für 70 Prozent der Deutschen ist der Datenschutz Privatsache.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Beim Thema Datenschutz sieht sich die Mehrheit der Verbraucher selbst in der Verantwortung. Bedenken haben 82 Prozent der Befragten einer TNS Emnid-Studie bei der Herausgabe persönlicher Daten für Gewinnspiele oder in Sozialen Netzwerken. Weniger skeptisch reagieren sie gegenüber Versicherern und Banken.

70 Prozent der Deutschen halten sich selbst für verantwortlich, wenn es um den Schutz ihrer persönlichen Daten geht. Nur 17 Prozent erwarten, dass der Gesetzgeber diese Aufgabe übernimmt. Anbieter (sieben Prozent), Datenschutzbehörden (drei Prozent) und den Verbraucherschutz (zwei Prozent) sehen die Wenigsten in der Verantwortung. Während die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bei Gewinnspielen und sozialen Netzwerken (78 Prozent) groß ist, verlassen sich die meisten Verbraucher auf Krankenkassen sowie Banken und Versicherungen.  

Gefragt wurde auch nach der Art der Daten, die mehr oder weniger gerne preisgegeben werden: Demnach nennen 83 Prozent der Studienteilnehmer Bedenken bei der Herausgabe der eigenen Bankverbindung, 77 Prozent reagieren kritisch auf die Veröffentlichung persönlicher Fotos und 73 Prozent nennen nur ungern Details zu ihrer Krankengeschichte. Bei Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum sowie Einkaufsdaten sind Verbraucher hingegen relativ offen.

Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich noch nicht in der digitalen Welt angekommen, 60 Prozent geben an, sich offline sicherer zu fühlen – zumindest wenn es um den Datenschutz geht. Besonders ausgeprägt ist diese Unsicherheit beim Versenden und Empfangen mobiler Daten via Handy und Smartphone. Hierbei fühlen sich nur fünf Prozent wirklich sicher.

Im Auftrag von Payback hatte TNS Emnid mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren telefonisch befragt.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Datenschutz, Direktmarketing, Dialogmarketing

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