| Studie

Industrieunternehmen wollen Big Data nutzen

Die Handhabung der Datenmengen bereitet den Unternehmen noch Probleme.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Thema Big Data ist nun auch in Industrieunternehmen angekommen. Einer Studie des Beratungsunternehmens Pwc zufolge, wollen die meisten Firmen die riesigen Datenmengen analysieren, erfassen und verarbeiten. Schon jetzt wenden 27 Prozent der Befragten Big Data an.

27 Prozent der Industrieunternehmen befassen sich bereits mit Big Data, weitere 36 Prozent befinden sich in der konkreten Planungsphase. Nur acht Prozent sagen, für sie spiele das Thema bislang überhaupt keine Rolle.

Es hapere noch an der praktischen Umsetzung, sagt Michael Rasch, Experte für Big Data bei PwC. Mehr als die Hälfte der Entscheider, für die das Thema neu sei, wisse nicht genau, wie Big Data angewendet werden könne und was überhaupt damit machbar sei. Es mangele an der finanziellen Ausstattung, um die Möglichkeiten auszuschöpfen.

Die größten Chancen von Big Data sehen Entscheider darin, die Profitabilität zu steigern (45 Prozent), 44 Prozent erhoffen sich ein besseres Marktverständnis und fast ebenso viele sehen Möglichkeiten zu Analyse und Optimierung von Organisation und Prozessen. Und auch bei der Unternehmensstrategie sehen die Befragten erhebliche Einflussmöglichkeiten. 40 Prozent halten es sogar für denkbar, dass ihr altes durch ein neues Geschäftsmodell ersetzt werden könnte. Weitere 30 Prozent rechnen immerhin noch mit Korrekturen. Die Hälfte der Firmen, die den Einsatz von Big Data plant, verspricht sich in jedem Fall effizientere Entscheidungen. Derzeit wird Big Data vor allem in Marketing und Vertrieb eingesetzt.

Sicherheitsbedenken

Als größte Hürde bei der Umsetzung nennen die Befragten die Sicherheit. Meist fallen die Begriffe Datensicherheit (50 Prozent), Datenqualität (44 Prozent) sowie Datenschutz (42 Prozent). Weitere 40 Prozent vermissen unternehmensintern das nötige Verständnis für das Thema und erwarten neben technischen Problemen auch die Fehlinterpretation der Daten als ein mögliches Problem.

Weil sich durch die intensive Nutzung der Daten Prozesse und Organisation in Unternehmen automatisch verändern, sprechen die Befragten sich für eine koordinierende Funktion durch den Chief Data Officer aus. 40 Prozent der Unternehmen, die diese Position bislang nicht besetzen, planen die Einrichtung einer solchen Stelle.

Budgetprobleme

Die für Big Data bereit gestellten Budgets unterscheiden sich erheblich: Rund drei Viertel der Firmen, die Big Data bereits nutzen, haben zwischen 100.000 und 500.000 Euro für Planung und Einführung ausgegeben. Allerdings hatten die wenigsten Unternehmen mit derart hohen Budgets von vornherein kalkuliert. Zwei Drittel rechneten mit Kosten unter 100.000 Euro. Oft zeigt sich erst in der Praxis, dass die anvisierten Beträge nicht ausreichen, obwohl weitere finanzielle Mittel nicht so einfach beschafft werden können. Für dieses und nächstes Jahr planen aber 70 Prozent der Unternehmen, weitere 100.000 bis 500.000 Euro zu investieren, wobei mehr als ein Drittel der Big-Data-Planer aktuell noch nicht weiß, woher das Geld kommen soll.

Schlagworte zum Thema:  Big Data, CRM, Mittelstand, Datenschutz, Analytics

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