| Umfrage

Digitalisierung bringt Bewegung in die Markenführung

Was die Digitalisierung angeht, schippern viele Unternehmen in unbekannten Gewässern.
Bild: www.capsandiego.de

Die Digitalisierung zwingt Unternehmen, ihre Markenführung weiterzuentwickeln. Aktuell überarbeiten 50 Prozent ihr Geschäftsmodell und knapp 60 Prozent ihr Produktangebot. So das Ergebnis einer Umfrage unter Markenentscheidern. An Know-how und Strategie fehlt es aber noch.

Jede zweite Marke entwickelt derzeit ihre langfristige Mission und Vision weiter und jede Vierte definiert sogar ihre Markenwerte neu. So lautet das zentrale Ergebnis der Studie "Deutscher Markenreport Spezial“, für die die Münchner Markenberatung Brandoffice 100 Markenentscheider in Deutschland befragt hat. Die Hälfte der Befragten überarbeiten ihr Geschäftsmodell und knapp 60 Prozent ihr Produktangebot. Die Markenführung deutscher Unternehmen entwickelt sich demnach mit zunehmender Digitalisierung ebenfalls weiter.

Marken müssten im digitalen Zeitalter ihre Kompetenzen mit höherer Dynamik und Konsequenz als früher weiterentwickeln, um mit gesellschaftlichen Megatrends mithalten zu können, sagt Andreas Heim, Geschäftsführer Markenstrategie bei Brandoffice. Dieser Prozess solle für Mitarbeiter und Kunden nachvollziehbar gestaltet werden, so sein Rat. Die Kunst sei, sich konsequent zu erneuern, ohne den Charakter grundlegend zu verändern und beliebig zu werden.


Noch fehlen Wissen und Strategie
Ein Blick auf die digitale Kompetenz der Unternehmen ist aber alarmierend. Laut Studie fehlt es noch immer an Know-how und Instrumenten, um das digitale Markenpotenzial auszuschöpfen. In mehr als der Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) gibt es weder das nötige Wissen, noch eine Digitalstrategie. Weiterhin fehlt es an Budget (45 Prozent), vollständigen Kundendaten (45 Prozent) und vernetzten Datenbanken (43 Prozent).

Der Einfluss der Digitalisierung zeigt sich auch beim Markendesign: Für fast alle (97 Prozent) ist die medienübergreifende Konsistenz des visuellen Markenauftritts im digitalen Zeitalter ein Muss. Gleichzeitig sagen aber auch 75 Prozent, dass CD-Elemente künftig flexibler geregelt werden müssen, um der Dynamik interaktiver Medien Rechnung zu tragen. Über die Hälfte will das Markendesign überarbeiten, 36 Prozent sich dabei an digitalen Kanälen als Leitmedien orientieren.

Allerdings stellt sich in diesem Zusammenhang ein weiteres Problem: Digitale Markenführung setzt Kundenwissen voraus, das vielfach noch gar nicht vorhanden ist. 86 Prozent der Befragten kümmern sich deshalb um vernetzte CRM-Prozesse und 68 Prozent wollen in der Kundenberatung künftig mit Tablets arbeiten. Die viel diskutierten I-Beacons halten drei Viertel aktuell für weniger relevant. 


Markenführung:

Von den Besten lernen - drei Trends in der Markenführung

Diese Trends werden Ihre Markenführung beeinflussen

Markenführung meist nicht im Top-Management verankert

Schlagworte zum Thema:  Markenführung, CRM, Kundenbindung

Aktuell

Meistgelesen