| Studie

Big Data wird Chefsache

Spezialisten, die im Datendschungel den Überblick behalten, sind rar.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wenn Unternehmen sich auf die Suche nach Data-Scientists begeben, geschieht dies in vielen Fällen auf Treiben der Unternehmenschefs. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Data Science in Europa – Qualifikationslücke oder Nachwuchstalente?" des Data-Lösungsanbieters Teradata.

Demnach sind es in 48 Prozent der befragten deutschen Unternehmen die Firmenchefs, die es für wichtig erachten, Big-Data-Analysten zu rekrutieren. Sie haben den Mehrwert von Big Data für die Sicherung strategischer Vorteile für ihre Unternehmen erkannt (36 Prozent) und wollen handeln. 41 Prozent der CIOs (Chief Information Officers) und 17 Prozent der CMOs (Chief Marketing Officers) sind ebenfalls dieser Ansicht.

Über die drei untersuchten Länder – Deutschland, Frankreich und Großbritannien – hinweg, sind 42 Prozent der Unternehmen auf der Suche nach Big-Data-Spezialisten oder planen diesen Schritt. Momentan verfügen 44 Prozent der europäischen Organisationen über eine Big-Data-Strategie, fast die Hälfte (47 Prozent) plant die Durchführung innerhalb der nächsten zwei Jahre. Bis vor kurzem hätten Unternehmen diese Projekte meist als reine IT-Sache zur Erfüllung der Abteilungsziele betrachtet, sagt Andreas Geissler, Geschäftsführer von Teradata. Die Studie unterstreiche das zunehmende Verständnis dafür, dass das gesamte Unternehmen profitiert.

Problemlösungskompetenz und analytische Fähigkeiten sind gefragt

Über die geeigneten Kandidaten haben sich die Unternehmen ebenfalls bereits Gedanken gemacht. Während 37 Prozent der Befragten annehmen, dass potenzielle Kandidaten aus dem Kreis bestehender Mitarbeiter mit Erfahrung in Schnittstellen von IT und Betriebswirtschaft (Business Intelligence oder Business Analytics) kommen können, erwarten 46 Prozent einen einschlägigen IT-Hintergrund. 58 Prozent der Unternehmen tun sich schwer damit, geeignete Kandidaten zu finden. 43 Prozent vermissen bei den Bewerbern Problemlösungskompetenzen, 42 Prozent analytische Fähigkeiten und 35 Prozent Kreativität. Bei der Auswahl geeigneter Mitarbeiter wird außerdem auf Berufserfahrung, einen Hochschulabschluss oder zumindest eine vergleichbare Ausbildung wert gelegt. Die Mitarbeiter berichten dann entweder an die IT-Abteilung (51 Prozent) oder direkt an die Geschäftsführung (43 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  CRM, Big Data, Database

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