24.04.2013 | Werbung

Stiftung Warentest will Gebühren für Gütesiegel erheben

Wer mit dem Warentest-Logo auf der Verpackung wirbt, wird künftig zur Kasse gebeten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Gütesiegel der Stiftung Warentest werden gerne für Marketingzwecke eingesetzt, denn sie stärken das Vertrauen der Kunden. Wie Handelsblatt und Spiegel berichten, sollen künftig Gebühren für die Verwendung fällig werden. Damit wollen die Tester unlautere Werbung unterbinden.

Auch als neue Einnahmequelle dürfte sich die Erhebung von Gebühren für die Nutzung des Testsiegels rentieren. Stichtag soll der 1. Juli 2013 sein. Bislang hätte die Stiftung Warentest keinerlei Einfluss darauf gehabt, wie Firmen das Logo verwenden, wird ein Vertreter der Stiftung zitiert. So habe es immer wieder Fälle von unlauterer, irreführender Werbung gegeben. In der Folge mahnen die Verbraucherzentralen im Auftrag der Stiftung immer wieder Unternehmen ab, weil sie entweder mit veralteten Testergebnissen werben oder Bewertungen falsch wiedergeben.

Um dagegen vorzugehen, wird RAL künftig die Lizenzen vergeben. Wird das Warentest-Logo dann zur Werbung auf Verpackungen, in Zeitungen oder Online-Kampagnen genutzt, werden 7.000 Euro fällig, TV- oder Kinowerbung schlägt mit 15.000 Euro zu Buche. Bisher verlangte die Stiftung Warentest lediglich 500 Euro als Bearbeitungsgebühr.

Laut Spiegel-Bericht hat die Stiftung im vergangenen Jahr mit einem Minus abgeschlossen, aufgrund der niedrigen Zinsen seien nach Aussage der Stiftung Warentest deshalb neue Einnahmequellen nötig. Wie viel Geld mit den Lizenzen letztendlich hängen bleiben werde, könne man aber derzeit noch nicht einschätzen.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Kundenbindung, Werbung, Marketing

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