Verschlossene Ladentüren sind eines der größten Ärgernisse für Kunden. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Konsumenten gehen davon aus, dass Unternehmens-Informationen, die sie aus dem Web beziehen, stimmen. Das gilt auch für den stationären Handel. Sind Angaben falsch, riskieren diese Unternehmen Umsatz an die Konkurrenz zu verlieren. So das Ergebnis einer Umfrage von Yext.

Knapp zwei Drittel der Deutschen standen beispielsweise schon einmal vor einer verschlossenen Ladentür, weil die online angegebenen Öffnungszeiten oder Adressen nicht stimmten. Bei den 18- bis 34-Jährigen, die sich in der Mehrheit online über Händlerinfos informieren, sind es sogar 81 Prozent. Wer das gesuchte Produkt ganz dringend benötigt, landet dann bei der Konkurrenz (75 Prozent). 48 Prozent der Befragten entscheiden sich in einem solchen Fall, zu Hause online zu bestellen und immerhin ein Viertel wird das entsprechende Geschäft auch in Zukunft meiden. Umsätze, die für den Händler mal mehr, mal weniger langfristig verloren sind.

Auch das Image des Händlers leidet

Und wenn kaufwillige Kunden nicht einkaufen können, hat dies nicht nur Auswirkungen auf den Umsatz, sondern auch auf das Image des Unternehmens. Mehr als ein Drittel (39 Prozent) der 1.000 Befragten würde sich beim Unternehmen beispielsweise über falsche Angaben zu Öffnungszeiten beschweren. Bei den über 55-Jährigen ist es sogar knapp jeder Zweite (49 Prozent). Mehr als ein Viertel (27 Prozent) würde Freunden in den Social Media über die schlechten Erfahrungen berichten. Negative Kommentare in Bewertungsportalen würden 17 Prozent hinterlassen.

So bringen Onlinebewertungen Kunden in den Laden

Die Verantwortung für die Aktualität unternehmensbezogener Daten liegt nach Ansicht der Kunden beim Unternehmen selbst (48 Prozent). Jeder Dritte gibt die Schuld der Website oder App, auf der sie die Infos gefunden haben.

Deutsche Händler sehen sich selbst als digitale Nachzügler

Schlagworte zum Thema:  Kundenbindung, CRM, Handel

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