05.06.2015 | Omnichannel

So meistern Händler die Digitalisierung

Um die Vernetzung der Kanäle geht es bei der Digitalisierung des Handels.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Digitalisierung des Handels schreitet voran. Wer nicht mitmacht, wird vom Markt verschwinden. Der E-Commerce ist das entscheidende Instrument für einen ersten Schritt. Die E-Commerce-Agentur Netz98 hat zehn Tipps zusammengestellt, wie Händler den Wandel erfolgreich meistern. 

Der E-Commerce ist die Ausgangsbasis für den Weg zum Cross- und Omnichannel-Handel. Nicht alle meistern den digitalen Wandel bislang mit Bravour. Wie der Schritt in eine digitale Zukunft klappt, haben die Experten von Netz98 zusammengefasst.

 

  • Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Bei der Digitalisierung geht es nicht um Kostenreduzierung oder die Optimierung der eigenen Prozesse, sondern um den Kunden. Der digitale Wandel muss deshalb von Beginn an den Kunden und dessen Customer Lifecycle in den Fokus nehmen.
  • Lassen Sie sich beraten. Die digitale Transformation muss ganzheitlich betrachtet werden, ist aber dennoch sehr IT-getrieben. Suchen Sie sich Beratungs- und Umsetzungspartner, die nicht nur die Technologie beherrschen, sondern auch strategisch denken und Fachprozesse verstehen.
  • Denken Sie in die Zukunft. Niemand weiß heute schon, wohin die Reise geht. Investitionen in digitale Lösungen wie E-Commerce-Systeme haben aber eine langfristige Perspektive. Deshalb benötigen Sie eine technologische Basis, die offen und flexibel ist und mit ihren Anforderungen skaliert.
  • Modularität und Flexibilität sind Pflicht. Die E-Commerce-Lösung als Kern eines digitalen Vertriebs sollte als Framework aufgebaut sein und so prinzipiell jeder Customizing-Anforderung nachkommen können.
  • Klare Prozesse und Workflows. Neben der Flexibilität des Systems ist auch eine hohe Flexibilität bei Prozessen und Workflows nötig, um sich Veränderungen schnell anzupassen. Achten Sie deshalb auf schlanke Abläufe, die nicht weniger tun als aktuellen Aufgabenstellungen zu entsprechen – aber auch nicht mehr.
  • Kostenfaktoren. Wirtschaftlichkeit ist schon allein wegen der langfristigen Perspektiven entscheidend. Investitionshöhe und Total-Cost-of-Ownership greifen bei der Bewertung aber zu kurz. Für eine Gesamtlösung muss auch das Potenzial für weitere Prozessoptimierungen abseits des reinen Onlineverkaufs bedacht werden, etwa hinsichtlich administrativer Aufwände, Entlastung des Helpdesks oder Automatisierung des Fulfillments.
  • Kundenservices. Die Digitalisierung soll das Leben erleichtern, nicht komplizierter machen. Nutzen Sie das Spektrum kanalübergreifender Services und Informationsmöglichkeiten, um die bestmögliche Interaktion mit ihren Kunden über deren Customer Journey hinweg zu erzielen.
  • Perfekte Integration. Backbone einer erfolgreichen Digitalisierung ist die nahtlose Integration von Systemen und Prozessen. Machen Sie sich vorab klar, welche wie Ihre Systeme ineinandergreifen, welches System welche Daten benötigt und wie die Transaktionen beschaffen sein müssen. Diese technische Landkarte erspart Ihnen späteren Anpassungsaufwand.
  • Entscheidende Systeme. Basistechnologien für ein zukunftsfähiges Digitalisierungskonzept im Handel sind neben dem E-Commerce-System ein ERP, CRM und ein CMS. So können Sie Warenwirtschafts-, Produkt- und Kundenprozesse effizient und integriert steuern.
  • Thema der Geschäftsführung. Die Digitalisierung eines Geschäftsmodells ist ein unternehmenskritischer Prozess. Die Geschäftsführung muss daher den Wandel in allen Aspekten begleiten und für den Austausch der Fachabteilungen Sorge tragen.


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Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, CRM, Handel, Versandhandel, E-Commerce

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