Die Zeit wird knapp, Unternehmen sollten sich sputen. Bild: Haufe Online Redaktion

Laut einer Umfrage des Bitkom holt sich jedes zweite Unternehmen in Deutschland für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) externe Hilfe. Und dennoch wird es nur jedes achte schaffen, die neuen Bestimmungen bis zum Stichtag umzusetzen.

48 Prozent der Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten geben demnach an, externe Spezialisten für die Umsetzung der DSGVO hinzuzuziehen. Das ist wenig, doch angesichts der Tatsache, dass die meisten weiterhin im Dunkeln tappen: immerhin.

Am häufigsten wurden externe Anwälte eingeschaltet (35 Prozent), externe Prüfer oder Auditoren haben 29 Prozent hinzugezogen, eine externe Datenschutzberatung fand in jedem fünften Unternehmen (21 Prozent) statt. Nur rund jedes achte Unternehmen werde nach eigener Einschätzung die Datenschutzgrundverordnung bis zum Stichtag umgesetzt haben, erklärt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung für Recht und Sicherheit. Angesichts dieses geringen Anteils und der Höhe der möglichen Bußgelder überrascht sie ist die „eher geringe“ in Inanspruchnahme von externer Hilfe. Von den EU-Vorgaben seien schließlich praktisch alle Unternehmen betroffen, das sie für alle gelte, die personenbezogene Daten verarbeiten. Die Zeit wird knapp.

Wird die DSGVO nicht umgesetzt, drohen hohe Strafen

Die zweijährige Übergangsfrist, die den Unternehmen für die Umstellung eingeräumt wurde, endet am 25. Mai 2018. Wer dann nicht fertig ist, muss Bußgelder in Millionenhöhe fürchten, denn ab dann können die Aufsichtsbehörden bei Verstößen in Höhe von bis zu vier Prozent des weltweiten Unternehmensumsatzes verhängen.

Bislang setzt auch nur jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) zusätzliches Personal ein, um die Umsetzung der DS-GVO voranzubringen. Dabei haben gerade einmal fünf Prozent zusätzliches Personal eingestellt, 20 Prozent vorhandenes Personal durch Umstrukturierungen für die DS-GVO-Umsetzung eingesetzt. Dehmel warnt die Unternehmen eindringlich davor, den Kopf in den Sand zu stecken, denn das könne teuer werden.

Die Datenschutz-Grundverordnung verständlich erklärt

Schlagworte zum Thema:  CRM, Datenschutz, Unternehmen

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