07.07.2015 | Data

Noch jede Menge Luft nach oben bei Datenanalysen

Tabellenkalkulationen lassen Big Data nicht abheben.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Obwohl sich viele Unternehmen noch einfachster Mittel zur Datenanalyse bedienen, ziehen sie daraus doch oft schon konkreten Nutzen.

Drei Viertel der Unternehmen in Deutschland (75 Prozent) gründen relevante Entscheidungen auf Erkenntnissen einer Analyse von Unternehmens- oder Kundendaten. Und deutlich über 50 Prozent der Befragten suchen zudem aktiv nach neuen Chancen, die die Datenanalysen bieten. Das hat eine gemeinsame repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG und des Marktforschungsunternehmens Bitkom Research unter mehr als 700 deutschen Unternehmen ergeben.

Nahezu der Hälfte (48 Prozent) gelingt es bereits, über die Erkenntnisse aus den Datenanalysen einen konkreten Nutzen für ihr Unternehmen zu ziehen. Besonders tun sich hier die Branchen Pharma und Chemie, Automobil sowie Transport und Logistik hervor.

Geht es um Kundendaten, liegt der Fokus vor allem auf CRM-Daten. 68 Prozent der Unternehmen greifen auf diese Daten zurück. Verhaltensdaten nutzen 42 Prozent und Daten aus den Social Media immerhin 23 Prozent.

Datenanalyse 1.0

Erschreckend allerdings: Die Analysen erfolgen in der Regel mit vergleichsweise simplen Anwendungen wie etwa Excel oder Access (87 Prozent). Nur selten erfolgen bereits fortgeschrittene Datenanalysen mittels spezieller Software (neun Prozent). Unter größeren Unternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern ist dies allerdings bereits bei jedem Dritten der Fall (33 Prozent). Fast sämtliche Befragte, die anspruchsvolle Analysen fahren, äußern sich über die entsprechenden Resultate "zufrieden" oder "sehr zufrieden". Vorreiter bei den fortgeschrittenen Analysen sind die Automobilindustrie sowie die  Versicherungsbranche und der Chemie- und Pharmasektor.

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Schlagworte zum Thema:  Big Data, CRM, Database, Marketing, Analytics

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