06.08.2015 | E-Commerce

Beim Thema Nachhaltigkeit sind Konsumenten egoistisch

Der Eigennutzen steht im Vordergrund.
Bild: Haufe Online Redaktion

Kunden schätzen Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Online-Händlern vor allem dann, wenn sie selbst profitieren.  Dies ist das für Konsumenten wenig schmeichelnde Ergebnis einer Umfrage des ECC Köln.

"Nachhaltigkeit im Online-Handel“ lautet der Name der Studie des ECC Köln für die rund 1.000 Konsumenten befragt wurden. Dabei wurde nach insgesamt vier Nachhaltigkeitsfaktoren gefragt: Kunden, Mitarbeiter, Umwelt und Produkte. Das Ergebnis beweist einmal mehr: Jeder ist sich selbst der nächste. Denn am wichtigsten ist den Befragten ihr eigener persönlicher Nutzen. Die Mitarbeiter spielen beispielsweise eine deutlich untergeordnete Rolle.

Am besten profilieren können sich Online-Händler, wenn sie ihr Sortiment nachhaltig gestalten. 85 Prozent wollen sicher gehen, dass die Produkte ihre Gesundheit nicht gefährden und Artikel besonders langlebig sind (81 Prozent). 92 Prozent erwarten eine ehrliche Beratung und 90 Prozent ehrliche Versprechungen in der Werbung. Immerhin: 78 Prozent achten darauf, dass auf überflüssige Verpackungsmaterialien verzichtet wird.

Bis zu einem gewissen Grad sind Online-Shopper bereit, ihren Teil zur Nachhaltigkeit eines Shops beizutragen. So würden 87 Prozent Versandkartons mehrfach verwenden und 63 Prozent finden es gut, wenn sie darauf  hingewiesen werden, dass die Bestellung eines Artikels in mehreren Größen und Farben die Umwelt belastet. Sechs von zehn befürworten deshalb Anreize, um Produkte erst gar nicht zu retournieren.

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Schlagworte zum Thema:  Marketing, Online-Marketing, CRM, Kundenbindung, E-Commerce

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