07.07.2015 | Marketing

Deutsche Marketingentscheider sehen den digitalen Wandel positiv

Das Marketing blickt positiv in die Zukunft.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Neue Technologien, große Datenmengen, neue Kundenwünsche: Die Herausforderungen für das Marketing sind in den vergangenen Jahren nicht kleiner geworden. Dennoch sehen die Marketingabteilungen diese Entwicklungen eher als Chance.

Gut 70 Prozent der deutschen Marketingentscheider sehen ihr Unternehmen bestens für die Herausforderungen des digitalen Wandels aufgestellt. Dies ist ein Ergebnis des "Digital Roadblock Report 2015", den das Marktforschungsinstitut Edelman Berland im Auftrag von Adobe umgesetzt hat. Mehr als zwei Drittel der deutschen Marketer halten sich in ihren Unternehmen demnach für wichtige Treiber des digitalen Wandels.

72 Prozent sehen diese Veränderungen deshalb auch als Start in ein goldenes Marketing-Zeitalter. 87 Prozent halten den digitalen Wandel eher für eine Chance als für eine Bedrohung. Vor allem neue Technologien (79 Prozent) und ein struktureller Wandel innerhalb des Unternehmens (59 Prozent) werden von den deutschen Marketern als zentrale Hebel zur digitalen Transformation des Marketing aufgefasst.

Als zentrale Hürden, die den digitalen Wandel im eigenen Unternehmen ausbremsen können, werden von 42 Prozent der europäischen Marketer vor allem der Mangel an Ressourcen und fehlendes Budget genannt. Gelingt es einem Unternehmen, den digitalen Wandel im Marketing erfolgreich anzugehen, profitieren Marketingverantwortliche insbesondere von der kanal- und geräteübergreifenden Konsumentenansprache entlang des gesamten Consumer Lifecycles. In Deutschland erwarten die Konsumenten dabei aus Sicht der befragten Marketer vor allem eines: ausgezeichneten Content (80 Prozent) – gefolgt von einer durchgehenden Customer Experience (73 Prozent) und einem unmittelbaren Response auf sämtliche Anfragen (72 Prozent). Um diese Erwartungen zu erfüllen, ist maximale Personalisierung für rund 60 Prozent der europäischen Marketingentscheider absolute Pflicht. Deutsche Marketer zeigen sich bei diesem hingegen vergleichsweise zurückhaltend (52 Prozent).

Als direkte Folge einer eher konservativen Technologie-Auswahl klafft in Deutschland inzwischen eine beachtliche Schere zwischen dem eigenen Anspruch, Konsumenten mit einer konsistenten Customer Experience über alle Kanäle zu erreichen, und der tatsächlichen Umsetzung. Prinzipiell stehen Deutschlands Marketingentscheider neuen Technologien jedoch offen gegenüber (67 Prozent). Nahezu zwei Drittel sehen in ihnen sogar einen entscheidenden Treiber für die erfolgreiche Zielgruppenansprache und die immer wichtiger werdende Analyse der Marketing-Effektivität.

Big Data und Marketing Measurement werden von ihnen daher auch als größte Herausforderungen angesehen, die mit Hilfe der richtigen Technologie angegangen werden sollen (25 Prozent) – gefolgt von Social Marketing, Cross-Channel-Marketing (je 19 Prozent) sowie der Kreativität und Innovation in Marketing-Programmen (18 Prozent). Als strategisch wichtigste Marketing-Bereiche der kommenden zwölf Monate machen deutsche Marketer vor allem E-Commerce (55 Prozent), Echtzeit-Marketing (51 Prozent), Media Mix Planning und Personalisierung/Targeting (jeweils 49 Prozent) sowie Mobile Marketing (48 Prozent) aus.

Im Rahmen dieser europäischen Studie wurden mehr als 1.300 Marketingverantwortliche in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Big Data, Database, Marketing, CRM

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