Agilität und Experimentierfreude sind zwei der Kriterien, die erfolgreiche B2B-Unternehmen heute erfüllen. Bild: Haufe Online Redaktion

Die digitale Transformation verändert das Marketing nachhaltig. Dies erfordert ein Umdenken, auch in B2B-Unternehmen. Erste Erkenntnisse der laufenden bvik-Studie "B2B-Marketing-Budgets“ haben wir für Sie zusammengefasst.

B2B-Unternehmen, die zu den Digital Leadern gehören wollen, müssen umdenken, bekannte Arbeitsweisen überdenken und gegebenenfalls weiterentwickeln. Einige Vorreiter gibt es bereits im deutschen Mittelstand. Die aktuelle bvik-Studie befasst sich mit deren Erfolgsfaktoren.

Bei Digital Leadership gehe es nicht, wie oft proklamiert, um neue digitale Technologien, sondern um ein verändertes Mindset und neue Formen der internen und externen Zusammenarbeit, erklärt Prof. Dr. Carsten Baumgarth, Professor für Marketing an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, der die Studie wissenschaftlich betreut. Digital Leadership setze an der Kultur- und Arbeitsebene an und verlange deshalb einen professionellen, umfangreichen und gelegentlich auch schmerzhaften Change-Prozess im Unternehmen.

Digital Leaders verzahnen Marketing und Vertrieb

Erste Erkenntnisse deuten demnach darauf hin, dass digital führende Marketing-Organisationen besonders agil, risiko-, experimentierfreudig und letztlich datenorientiert sind. Außerdem setzen die Vorreiter zunehmend auf externe und professionelle IT-Lösungen mit einer starken Cloudfokussierung.

Dr. Andreas Bauer, bvik-Vorstand und Vice-President Marketing bei Kuka Roboter, erkennt sowohl interne als auch externe Auswirkungen, die Unternehmen meistern müssen. Die digitale Transformation erfordere eine neue Denkweise im Hinblick auf Innovationen und Lösungen sowie bei der Aufgabenverteilung innerhalb eines Unternehmens. Verschiedene Bereiche müssten enger zusammenarbeiten. Bestes Beispiel ist seiner Ansicht nach die zunehmende Verzahnung von Marketing und Vertrieb. Nach Expertensicht sind solche Marketing-Organisationen erfolgreich, die digitale Lösungen sinnvoll für Kollaborationen und Projektmanagement einsetzen, mit dem Vertrieb funktionierende und unterstützende Digitallösungen entwickeln sowie Weiterbildungen für Mitarbeiter zur kontinuierlichen Aktualisierung des digitalen Know-hows einplanen.

Entscheidend sei zudem die Bereitschaft der Unternehmen, in die Digitalisierung zu investieren. Wichtig dabei: Klassische Marketingbudgets müssen unangetastet bleiben und nicht durch Digitalbudgets ersetzt werden. Dem Marketing müssten digitale Budgets als echte Zukunftsinvestition zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, so Baumgarth weiter. Nur dadurch sei es möglich, echtes Leadership zu erreichen.

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Schlagworte zum Thema:  Marketing, CRM, Mittelstand, Digitalisierung, Digital Leadership

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