11.03.2015 | Marken

Junge Zielgruppen fahren nicht mehr auf Autos ab

Der BMW hat als Statussymbol ausgedient.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In der guten alten Zeit fieberten junge Menschen noch ihrem ersten eigenen Auto entgegen. Heute können die Hersteller junge Zielgruppen kaum noch für ihre Marken begeistern. So das Ergebnis einer Studie der Agentur Young & Rubicam. 

Das Interesse junger Zielgruppen am Statussymbol Auto schwindet. Hinzu kommt, dass auch das Ansehen der Hersteller leidet. Für den "Brand Asset Valuator“ wurden 2.500 Personen befragt. Demnach hat der eigene PKW vor allem bei jungen Stadtmenschen in den letzten 15 Jahren rapide an Bedeutung verloren. „Ehemals als Statussymbol verehrt, sei das Auto heute nur noch ein Gebrauchsgegenstand, der Spaß machen darf, aber ansonsten hauptsächlich seinen Zweck erfüllen soll, kommentiert Katja Metz, Managing Partner von Young & Rubicam, das Studienergebnis.

Handy und Computer vor Auto

Handy- und Computermarken schneiden bei den unter 30-Jährigen deutlich besser ab: 79 Prozent dieser Altersgruppe stehen Handymarken näher als Automobilmarken. Gleichzeitig nimmt die Popularität der Automarken ab, ebenso wie die Bereitschaft, für Autos zu bezahlen.

Interessant ist auch ein Blick auf vermeintlich objektive Bewertungskriterien wie Qualität, Einzigartigkeit oder Fortschrittlichkeit. Denn auch hier schneiden die Autohersteller immer schlechter ab. Mit der Relevanz sinken offenbar auch das Ansehen und die Tendenz, Automarken ganz nüchtern zu beurteilen. So prägen Apple und Google das Leben der jungen Generation heute ungleich stärker als BMW oder Mercedes. Umso interessanter seien Googles Vorstöße in Richtung Automobil, so Metz weiter. Konkurrenz belebe schließlich das Geschäft. 


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Schlagworte zum Thema:  Marke, Handel, CRM

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