15.06.2015 | Konversion

Das macht Online-Shops erfolgreich

Viele Besucher, wenig Umsatz. Das geht auch anders.
Bild: Haufe Online Redaktion

Klicken heißt nicht gleich kaufen. Online-Händler kennen das Dilemma, wenn viel Traffic wenig Umsatz generiert. Statista enthüllt zum zweiten Mal die top Treiber, die zur Erhöhung der Kaufwahrscheinlichkeit führen.

Circa 550.000 Online-Shops generieren in Deutschland 2015 einen geschätzten Gesamtumsatz von 43,6 Milliarden Euro. Die Konkurrenz ist also groß und wer sich durchsetzen will, muss es schaffen, aus möglichst vielen Shop-Besuchern Käufer zu machen.

Welche Faktoren die Kaufwahrscheinlichkeit erhöhen, hat Statista zum zweiten Mal analysiert. Dazu wurden für Shops in elf Produktsegmenten 115 Prüfkriterien in den Bereichen Aufbau & Usability, Vertrauen & Sicherheit, Service & Kommunikation, Payment, Kauf & Lieferung sowie technische Details unter die Lupe genommen.

Ein interessantes Ergebnis vorweg: Obwohl Amazon einen weit überdurchschnittlichen Traffic vorweisen kann, liegt der Online-Riese bei der Kaufwahrscheinlichkeit nur auf dem vierten Platz. Ein weiteres Indiz dafür, dass Amazon vielen Shoppern mehr als Showroom denn als Shop dient. Genau umgekehrt verhält es sich bei Quelle. Bei der Kaufwahrscheinlichkeit liegt der Shop hinter Tchibo und Zalando auf Platz drei, Besucher hat der Shop jedoch erstaunlich wenige.

Ein signifikanter Hebel ist laut Statista der erste Eindruck, der Konsumenten beim Besuch einer Händler-Website vermittelt wird. Gerade Universalanbieter sollten auf ihr Layout, die Struktur der Startseite sowie die Usability im Katalogsystem achten. Als deutlich weniger relevant haben sich hingegen Hotline und SSL-Verschlüsselung herausgestellt.


Zahlverfahren weniger wichtig als angenommen
Deutlich weniger wichtig als bislang angenommen, scheinen hingegen die angebotenen Zahlverfahren zu sein. Zu den beliebtesten Methoden gehören bei Online-Shoppern die Rechnung, Paypal und das Lastschriftverfahren. Dieses User-Bedürfnis spiegelt sich jedoch nicht unbedingt in den tatsächlich angebotenen Bezahlmethoden wieder. So ist beispielsweise bei den Universal-Anbietern Paypal zwar das meist angebotene Zahlungsmittel, doch bieten deutlich weniger Online-Shops die favorisierte Zahlung auf Rechnung beziehungsweise noch weit weniger das Lastschriftverfahren an.

Außerdem hat sich herausgestellt, dass unter den Universal-Anbietern eine adäquate Kundenkommunikation in Form einer freundlichen Ansprache und einer professionellen Optik der E-Mail zumeist vorhanden ist, der Informationsgehalt hingegen ausbaufähig, weil die Belange der Kunden nicht immer zufriedenstellend erfüllt werden.

Hier noch einmal die Top Ten in Sachen Kaufwahrscheinlichkeit: Tchibo, Zalando, Quelle, Amazon, Otto, Galeria Kaufhof, Redcoon, Lidl, Baur und Karstadt. 


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, CRM, Kundenservice, Versandhandel

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