| Konsumverhalten

So ticken Smart Natives

Smart Natives haben ihr eigenes Konsumverhalten entwickelt.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Junge Menschen zwischen 20 und 25 Jahren haben ihre speziellen Konsumgewohnheiten. Sie stehen beispielsweise Sharingangeboten offener gegenüber als ältere Konsumenten und haben besondere Erwartungen an eine Beratung. Dieses und weitere Ergebnisse liefert eine Studie des ECC Köln und Hybris.

Wie Menschen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren konsumieren, hat die Studie "Digital geboren: So ticken Smart Natives“ untersucht. Demnach ist diese Verbrauchergruppe Sharing- und Mietangeboten gegenüber besonders aufgeschlossen, bereits 17 Prozent haben entweder einen PKW oder (Designer-)Kleidung für einen bestimmten Zeitraum gemietet. Unter allen deutschen Internetnutzern sind es hingegen gerade einmal halb so viele.

Curated Shopping gegen die Unsicherheit

Besonders ticken Smart Natives auch, wenn es um Beratung geht. Zwar shoppen sie gerne und ausgiebig online, gleichzeitig fühlen sie sich nach dem Kauf häufig unsicher und bezweifeln, das richtige Produkt bestellt zu haben. Ein Service, der in diesem Fall hilfreich sein kann, ist das Curated Shopping: Geht es beispielsweise um Mode, erfragt der Händler Wunsch und Geschmack des Kunden und stellt dann eine individuelle Kollektion zusammen. Was nicht gefällt, geht unkompliziert an den Shop zurück. Mit Curated Shopping werde die Brücke zwischen dem anonymen Online-Shopping und einer persönlichen Beratung im Laden geschlagen, erklärt Dr. Eva Stüber, Leiterin Research und Consulting beim ECC Köln. Der Service verleihe Konsumenten darüber hinaus ein Gefühl von Exklusivität, Händlern bietet er die Möglichkeit zum Up- und Cross-Selling.

 

Der Kanal wird egal

Smart Natives, auch Digital Natives genannt, shoppen selektiv, eine Präferenz für einen bestimmten Kanal gibt es nicht. Dies gilt insbesondere für Produkte aus den Bereichen Lebensmittel, Kosmetik und Technik. Im Vergleich zu Zahlen aus dem Jahr 2013 ist der Anteil derer, die in beiden Kanälen einkaufen, noch einmal gestiegen. So werden Wohnartikel oder Mode auch gerne stationär gekauft und das Internet erst dann genutzt, wenn ein Artikel im Laden gerade nicht verfügbar ist.

Der Wechsel zwischen den Kanälen ist für junge Zielgruppen selbstverständlich, verlässliche Einkaufsmuster, an denen sich Händler orientieren können, fallen somit weg. Was bleibt, ist der Wunsch nach einer persönlichen Beratung, die online selbstverständlich anders transportiert werden muss als im stationären Handel. Für die Bindung dieser Kundengeneration ist es besonders wichtig, ein kanalübergreifend einheitliches und kontextuelles Einkaufserlebnis zu schaffen. 

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Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Handel, E-Commerce, CRM

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