26.11.2014 | Digitalisierung

KMU unterschätzen Gefahr der Cyber-Kriminalität

Von 2009 auf 2013 ist die Zahl der Cyber-Angriffe um 30 Prozent gestiegen.
Bild: Digital Vision

Kleine und mittelständische Unternehmen unterschätzen das Risiko Opfer von Cyber-Kriminellen zu werden. Dies geht aus einer Umfrage der Zurich-Versicherung hervor. Nicht einmal jedes zehnte Unternehmen will eine Gefahr erkennen.

Vor digitalen Angriffen fürchten sich demnach nur neun Prozent der befragten Unternehmen. Damit zählt Cyber-Kriminalität weiterhin zu den am geringsten eingestuften Risiken. Lediglich die Angst vor Imageschäden hat im Vergleich zu einer früheren Umfrage deutlich zugenommen. So hat sich die Zahl der KMU, die sich vor negativen Schlagzeilen in den Medien fürchtet, nahezu verdreifacht, von sechs Prozent im Jahr 2013 auf heute 16 Prozent.

Ralph Brand, Vorstandsvorsitzender von Zurich Deutschland, überrascht dieses Ergebnis deshalb, weil zahlreiche Vorfälle von Datendiebstählen in letzter Zeit bekannt wurden. Viele wären sich des Ausmaßes eines Cyber-Angriffs nicht bewusst und würden außerdem verkennen, dass gerade hierbei ein beträchtlicher Imageschaden entstehen kann.

Die jüngst veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik zählte allein im vergangenen Jahr mehr als 64.000 Fälle. Damit ist die Zahl der Angriffe auf Unternehmen seit 2009 um 30 Prozent gestiegen.

Die Studie wurde vom Marktforscher Gfk durchgeführt. Befragt wurden 200 Führungskräfte in kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland. 

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Schlagworte zum Thema:  CRM, Datenschutz, Big Data, Mittelstand

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