16.09.2015 | Database

Drei Irrtümer über Big Data - und was Unternehmen daraus lernen können

Nicht jede Big-Data-Strategie ist vielversprechend.
Bild: Getty Images, Inc.

Daten an sich kann man nur schwer einen ökonomischen Wert zumessen. Nur Daten beziehungsweise Informationen zu haben, bringt gar nichts. Interessant wird es erst, wenn man daraus Handlungen ableitet. Welchen Irrtümern Firmen in Bezug auf Big Data immer wieder aufsitzen, hat Bain & Company ermittelt.

Der Druck auf Unternehmen, Big Data und moderne Kundenanalytik einzusetzen, steigt. Die Kunden werden einerseits immer anspruchsvoller. Andererseits nimmt der Wettbewerb zu – vor allem im Finanzdienstleistungs- und Telekommunikationssektor, im Einzelhandel und in der Medienbranche. Unternehmen, die von Big Data profitieren wollen, müssen zunächst den für sie tatsächlich messbaren Nutzen dieser Technologien prüfen. Die Bain-Studie "Three promises and perils of Big Data" zeigt auf, wie sich in diesem Zusammenhang Fallstricke vermeiden lassen.

Die Technik wird von selbst neue Geschäftsoptionen entdecken: Hier droht die Gefahr, dass der ROI aus dem Blickfeld gerät. Clevere Unternehmen beginnen mit einer kleinen Anzahl von Aufgabenfeldern, die einen hohen Business Value versprechen. Und mit ihren Inhouse-Daten. In diesem Prozess lernen sie dann, wie sie solche Projekte organisatorisch verankern müssen. Auch die operativen Limitierungen von Daten und Technologie werden deutlicher. Auf dieser Basis können die Unternehmen dann die Anforderungen an ihre Big-Data-Lösung viel besser definieren.

Mehr Daten bedeuten automatisch mehr Wert: Viele Unternehmen setzen auf externe Datenquellen und vernachlässigen ihre eigenen. Mit der Explosion von Social Media und Mobile ist die Versuchung stärker geworden, sich mit neuen Datenquellen zu beschäftigen. Doch viele Unternehmen ertrinken bereits in Daten, die vielfach auch noch in verschiedenen Datenbanken liegen und deshalb nur schwer zugänglich bzw. zu verknüpfen sind. Der Weg zu Big Data sollte also bei den eigenen Daten anfangen.

Wir brauchen nur gute Data Scientists: Oft sind Unternehmen noch nicht in der Lage, die Erkenntnisse aus Big Data auch umzusetzen. Dazu braucht es einen Ansatz, der es ermöglicht, konstant und wiederholbar von Big Data zu profitieren. Erfolgreiche datengetriebene Unternehmen bringen ihre Strukur, Prozesse und Ressourcen in die Spur, um von besseren Business-Entscheidungen wirklich profitieren zu können.

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Schlagworte zum Thema:  Big Data, Database, Analytics, Digitalisierung

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