27.02.2013 | Top-Thema Interview mit Andreas Helios

"Die reine Existenz dieser Daten hilft Unternehmen nicht weiter"

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"Die Datenmenge, die über den User erhoben wird, ist deutlich größer als die Daten, die er selber erzeugt."
Bild: Adobe

Die Menge der gespeicherten Daten steigt immer stärker an. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese Daten so zu verarbeiten und zu interpretieren, dass sie bessere Entscheidungen treffen können, zum Beispiel im Marketing.

acquisa: Was ist mit Big Data eigentlich genau gemeint?

Andreas Helios: Big Data wurde als Begriff ursprünglich von der klassischen IT geprägt und beschreibt das Sammeln, Speichern und Analysieren von großen Datenbeständen aus unterschiedlichen Datenquellen. Im Marketingkontext beziehen wir uns dabei auf das Sammeln der Daten, den Versuch, Muster zu erkennen, Segmente zu bilden, digitales Verhalten zu interpretieren, um diese Informationen für die eigene Marketingstrategie nutzbar zu machen. Da Daten nicht manuell erfasst, sondern mit unterschiedlichen Methoden automatisch erzeugt und gesammelt werden, steigt die Anzahl der gespeicherten Informationen immer stärker an. Beispielsweise hinterlässt ja jeder Internetnutzer Spuren im Web. Dabei ist die Datenmenge, die über den User erhoben wird, deutlich größer als die Daten, die er selber erzeugt. Die reine Existenz dieser Daten hilft Unternehmen jedoch zunächst nicht wirklich weiter. Um sie tatsächlich in der Praxis nutzen zu können, müssen sie zunächst so verarbeitet, interpretiert und visualisiert werden, bis aus ihnen verwertbare Daten werden. Die Herausforderung liegt darin, die Intention der Person zu erkennen, zu sehen, wo im Kaufprozess sie sich befindet, welche Information noch zum nächsten Schritt fehlt, und wie man sie am besten erreichen kann. Das heißt konkret, dass Marketer im Idealfall so schnell wie möglich die richtigen Schlüsse aus vorliegenden Informationen ziehen und laufende Aktionen falls nötig anpassen können. Mit der richtigen Big-Data-Strategie können Marketers also wirklich relevante Informationen aus dem Datenberg herausfiltern, die es ihnen ermöglichen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Mittelstand, Database, Big Data

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