26.08.2015 | Informationsmanagement

Unternehmen fehlen Datenmanager

Dem Datenmanagement fehlt es noch ein wenig an Dynamik.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Der Informationsmanagement-Dienstleister Iron Mountain hat herausgefunden, dass nur jedes dritte befragte Unternehmen in kundenorientierten Branchen über einen Daten- bzw. Informationsmanager verfügt, der betriebswirtschaftliche Kompetenz mit ITK-Kenntnissen verbindet.

Gleichzeitig ist sich die Mehrheit der Entscheider darüber einig, dass solche Experten eine entscheidende Rolle dabei spielen können, Unternehmensinformationen wie zum Beispiel Kundendaten aus CRM- oder ERP-Systemen wertschöpfend zu nutzen. "Wie unsere Studie zeigt, fehlt vielen Unternehmen in kundenorientierten Branchen ein solcher Experte, obwohl fast alle Unternehmen glauben, dass dieser ihnen bei der Auswertung von Unternehmensinformationen dienlich sein könnte", erklärt Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer der Iron Mountain Deutschland GmbH.

Im Einzelhandel beispielsweise sind die Datenmanager hauptsächlich für die Verwaltung klassischer strukturierter Daten verantwortlich. 71 Prozent nannten Kundendaten und 76 Prozent gaben E-Mails als Hauptaufgaben an. Lediglich 29 Prozent arbeiten mit Social-Media-Inhalten und nur 37 Prozent sind an mobiler Kommunikation beteiligt.

Datenmanagement unterschiedlich stark verbreitet

In anderen, weniger kundenorientierten Branchen hingegen ist die Rolle des Informationsmanagers um einiges weiter verbreitet. Dies sind vor allem Sektoren, bei denen die Einhaltung regulatorischer Verpflichtungen traditionsgemäß eine große Rolle spielt. So verfügen 46 Prozent produzierenden Unternehmen, 48 Prozent im Energieunternehmen sowie 50 Prozent der Finanzdienstleister laut Studie über einen Informationsmanager.

Coleman Parkes befragte für Iron Mountain Entscheidungsträger sowie IT- und Archivierungsspezialisten in 900 Organisationen zwischen 250 und 999 Mitarbeitern in den Branchen Gesundheitswesen, öffentlicher Dienst, Handel, Recht, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Pharma sowie Fertigung und Energie. Die Studie wurde in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und in den Vereinigten Staaten im Januar und Februar 2015 online durchgeführt.

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Schlagworte zum Thema:  Handel, Database, CRM, Analytics, Big Data

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