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Online-Händler verschenken Potenzial durch fehlende Datenintegration

Datenchaos verhindert eine gezielte Kundenansprache.
Bild: Haufe Online Redaktion

Viele Online-Händler schöpfen ihre Vertriebspotenziale nicht aus. Ihre Systemlandschaften sind zu zerklüftet, um vorhandene Daten über Kunden, Produkte und Lieferanten zusammenzuführen. Eine gezielte Kundenansprache ist unter diesen Voraussetzungen schwer möglich. Dies ist das Ergebnis einer Studie.

Die Studie „Data-driven E-Commerce“ wurde von der Agentur Denkfabrik im Auftrag des Dienstleisters Omikron durchgeführt. Demnach liegen die Daten in vielen Unternehmen außer im CRM-System auch in ERP-Lösungen und Business-Intelligence-Systemen. Etwa die Hälfte der Befragten setzt darüber hinaus spezielle Applikationen ein, die Kundeninformationen in Data-Warehouse-Systemen und Backend- oder Analyse-Tools sichert. Problematisch ist, dass mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer diese verschiedenen Datenquellen nicht zusammenführen kann. Folge: Eine kanalübergreifende Kommunikation ist kaum möglich.

Beinahe ein Drittel kann deshalb nur auf wenige Kanäle zurückgreifen, nur jeder Zweite sogar die gängigen Kanäle überhaupt nutzen. 81 Prozent setzen immerhin auf E-Mail-Marketing, mehr als die Hälfte auf SEM und Display-Advertising, ein weiteres Drittel auf klassische Mailings.

Diese Szenarien machen eine Analyse der Daten und eine gezielte Ansprache potenzieller Kunden unmöglich. Wer wann was gekauft hat, ist kaum nachvollziehbar. Mehr als die Hälfte der Shopbetreiber (57 Prozent) befürchtet, die Akzeptanz des E-Commerce könnte dadurch langfristig Schaden nehmen. In etwa gleich viele berichten bereits von Kundenverlusten.

Schlagworte zum Thema:  CRM, E-Commerce, Kundenbindung

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