Die Befürchtung der kleinen Unternehmen: Die DSGVO könnte sie ausbremsen. Bild: MEV-Verlag, Germany

Hohe Strafen drohen denen, die die neuen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung nicht rechtzeitig umsetzen. Doch nun sehen kleinere Unternehmen ein weiteres Problem mit den neuen Richtlinien: Sie fühlen sich größeren Firmen gegenüber benachteiligt.

94 Prozent der für die Studie "Datensicherheit in der Cloud“ von Team Drive Systems Befragten sind er Ansicht, die strikten Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) würden kleinere und mittlere Unternehmen benachteiligen. Sie hätten sich bisher kaum mit dem Thema Datensicherheit in seiner ganzen Tiefe auseinandersetzen müssen, erklärt Volker Oboda, Geschäftsführer von Team Drive. Bei wenigen Mitarbeitern werde oft nicht einmal ein Datenschutzbeauftragter eingesetzt. Das ändere sich nun und könne, wegen der hohen möglichen Strafen bei Vergehen, eventuell sogar Existenzen kosten.

DSGVO könnte kleine Unternehmen ausbremsen

Kleinere Unternehmen befürchten, dass sie die strikten Richtlinien der neuen Verordnung bei der Unternehmensentwicklung stark ausbremsen könnten. 78 Prozent vermuten, dass die wirtschaftliche Wachstumskurve in Zukunft deutlich langsamer ansteigen wird. Praktisch ebenso viele glauben an die Minimierung von Flexibilität und Effizienz. Oboda rät deshalb, einen externen Dienstleister zu beauftragen, damit diese Themen keinen Einfluss auf die Arbeitskraft haben.

Was die Höhe der Strafsummen angeht, ist man geteilter Meinung: Einerseits lobt die Mehrheit (79 Prozent) die hohen Geldstrafen, andererseits geht man davon aus, dass es diese hohen Beträge braucht, damit Unternehmen den sicheren Umgang mit personenbezogenen Daten ernst nehmen. Dennoch halten 63 Prozent die Strafsummen für überzogen.

Nur jedes achte Unternehmen wird die DSGVO rechtzeitig umsetzen

Die Datenschutz-Grundverordnung verständlich erklärt

Schlagworte zum Thema:  CRM, Datenschutz, Unternehmen

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