| Digitalisierung

So gelingt die digitale Transformation

Der Boss geht schon mal vor: Die Geschäftsleitung muss die Digitalisierung treiben.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die digitale Transformation stellt in den Unternehmen so einiges auf den Kopf. Die gesamte Wertschöpfungskette muss neu ausgerichtet werden, der Kunde in den Fokus rücken. Der E-Business-Spezialist Arithnea nennt die fünf wesentlichen Aspekte, die es dabei zu beachten gilt.

Ob Organisation, Geschäftsprozesse oder Systeme – die digitale Transformation verändert das Handeln eines Unternehmens erheblich und hat deshalb einen gravierenden und nachhaltigen Einfluss auf die Strategie. Arithnea hat zusammengefasst, worauf Unternehmen achten sollten, um nicht unnötig unter Druck zu geraten.

  • Ein ganzheitlicher Ansatz: Viele Unternehmen, die sich mit dem digitalen Wandel beschäftigen, betrachten lediglich einzelne Facetten wie ihren Internetauftritt, ihr Content-Management-System oder ihren Onlineshop. Die Digitale Transformation umfasst aber die gesamte Wertschöpfungskette. Nur ein ganzheitlicher Ansatz kann sicherstellen, dass alle Beteiligten unabhängig von Zeit, Ort und verfügbaren Kommunikationsmitteln wie Desktop-PC, Notebook, Tablet, Smartphone oder Telefon interagieren können.
  • Integration von Online- und Offline-Kanälen: Ein ganzheitlicher Ansatz verknüpft Online- und Offline-Kanäle in einem integrierten Gesamtsystem. Kunden, die beispielsweise ein Produkt im Internet kaufen oder reservieren, wird es so ermöglicht, dieses auf Wunsch auch in der Filiale abzuholen oder umzutauschen. Hat ein Versicherungsnehmer gerade keinen PC zur Hand, um seine Verträge oder Stammdaten online einzusehen, kann er beim Call Center der Versicherung anrufen, und der Mitarbeiter ist in der Lage, die Daten des Anrufers sofort abzurufen.
  • Ein einheitlicher Datenbestand: Eine weitere Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation ist, dass alle Kanäle auf einen einheitlichen Datenbestand zurückgreifen. Nur so ist sichergestellt, dass jeder Kanal benutzt werden kann, ohne dass dadurch Informationen verloren gehen oder redundant vorhanden sind. Deshalb müssen die Unternehmen die relevanten Systeme wie Internetplattform, Enterprise Ressource Planning (ERP) oder Customer Relationship Management (CRM) miteinander verbinden.
  • Eine nachhaltige Strategie: Der digitale Wandel stellt Interessenten, Kunden und Partner in den Mittelpunkt des unternehmerischen Denkens und Handelns. Dadurch hat er einen gravierenden Einfluss auf das Geschäftsmodell. Unternehmen sollten darum eine nachhaltige und tragfähige Strategie für ihr Unternehmen und die digitale Transformation entwickeln, die alle Dimensionen wie zukünftige Marktentwicklung, Portfolioentwicklung, Organisationsentwicklung, Prozessentwicklung sowie IT- und Systementwicklung berücksichtigt.
  • Die digitale Transformation ist Chefsache: Unternehmen sollten auf jeden Fall der Versuchung widerstehen, die Verantwortung für das Thema allein der IT-Abteilung oder dem Marketing aufzubürden. Angesichts der großen Bedeutung und der erheblichen Auswirkungen auf den Aufbau und die Abläufe einer Organisation, muss die digitale Transformation Chefsache sein. Sie erfordert bereits von Anfang an das Engagement des Vorstands beziehungsweise der Geschäftsleitung.
  • Ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft: Die digitale Transformation verlangt ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft. Unternehmen müssen ihre gesamte Organisation auf die ausrichten, die ihren Erfolg maßgeblich bestimmen – die Märkte und die Kunden", sagt Michael Bubolz, Director Strategy Consulting. "Ohne eine ganzheitliche Strategie laufen sie dabei Gefahr, die positiven und nachhaltigen Effekte im digitalen Wandel nicht vollständig zu realisieren."

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, CRM, Database, Multichannel

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