Gerade Frauen finden es komisch, sich mit einer Maschine zu unterhalten. Bild: Getty Images, Inc.

Zwar nutzen drei von vier Deutschen bereits digitale Sprachassistenten oder können sich dies zumindest vorstellen, dennoch sind die Bedenken hinsichtlich Datenmissbrauch und Überwachung recht groß. Aktuelle Zahlen liefert der Bitkom.

Als Vorteil digitaler Sprachassistenten nennen die Befragten vor allem den schnellen Zugriff auf Informationen. Besonders bekannt und beliebt ist der Google Assistant beziehungsweise Google Now, mit dem 29 Prozent der Deutschen bereits Erfahrung gemacht haben. Häufig genannt wurden von den Befragten außerdem Apples Siri (22 Prozent), Cortana von Microsoft (14 Prozent) und Amazons Alexa (zwölf Prozent).

Insgesamt haben 56 Prozent schon einmal einen digitalen Sprachassistenten genutzt, weitere 19 Prozent würden dies gern in Zukunft tun. Nur jeder Vierte lehnt die Nutzung kategorisch ab. Während ein Fünftel überhaupt keine Sicherheitsbedenken hat, fürchten 33 Prozent, ihre Daten könnten missbraucht, sie selbst abgehört oder überwacht werden. Und 29 Prozent finden es zumindest komisch, sich mit einer Maschine zu unterhalten, Frauen (34 Prozent) eher als Männer (24 Prozent).

Sprachassistenten: Jüngere Nutzer skeptischer als ältere

Dass neue Arten der Kommunikation auf den ein oder anderen befremdlich wirken, sei vollkommen normal, sagt BVDW-Vizepräsident Achim Himmelreich dazu. Deutlich alarmierender findet er hingegen die Angst jedes Dritten vor Datenmissbrauch und Überwachung. Aus diesem Grund sieht er Handlungsbedarf, diese Bedenken aus dem Weg zu räumen.

Interessant: Jüngere Nutzer stehen Sprachassistenten kritischer gegenüber als ältere. Nur zwölf Prozent der Befragten zwischen 16 und 24 Jahren haben keinerlei Bedenken, in der Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren sind es hingegen 25 Prozent. Doch auch die Nutzungsmöglichkeiten werden erkannt. Vier von zehn Befragten (39 Prozent) schätzen den schnellen Zugriff auf Informationen (zum Beispiel Wikipedia), ähnlich viele (38 Prozent) finden die Suchmaschinensuche interessant. Sowohl Smart-Home-Anwendungen (Männer: 23 Prozent; Frauen 15 Prozent) als auch Multimediasteuerung (Männer: 32 Prozent; Frauen 23 Prozent) sind bei Männern weitaus beliebter als bei Frauen. Jeder Neunte findet Online-Shopping (zwölf Prozent) und Essen bestellen (elf Prozent) per Sprachassistent spannend.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, CRM

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