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Diese Geschäftsmöglichkeiten bietet das Internet der Dinge

Intelligente Geräte, Sensoren, Datenbanken - Top-Manager tun sich schwer, die Möglichkeiten für ihre eigenen Unternehmen zu durchschauen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wenige Unternehmen haben bereits eine Strategie für das Internet der Dinge. Doch gerade Technologieanbieter, Telekommunikationsunternehmen und Endgerätehersteller eröffnet dieser Megatrend zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten. In welchen Bereichen es Chancen gibt, hat Bain & Company zusammengestellt.

Das gigantische Netzwerk aus intelligenten Geräten, Sensoren, Datenbanken und Analysemethoden – das Internet der Dinge – eröffnet nach Berechnungen der Berater von Bain Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Telekommunikation und Endgeräte bis 2020 zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten im Wert von mehr als 300 Milliarden US-Dollar. Bislang haben jedoch nur einige Unternehmen eine Erfolg versprechende Strategie gefunden. Besonders schwer tun sich dabei offenbar deutsche Unternehmen. 

Laut Studie "Defining the Battlegrounds of the Internet of Things“ sind Top-Manager weltweit verunsichert bis überfordert, weil ihnen das Gespür dafür fehlt, wie der Wettbewerb der Zukunft aussehen könnte. Der Rat der Berater: Über Investitionen sollte erst dann entschieden werden, wenn sie verstanden haben, wie das Internet der Dinge ihre Branche verändert und welche Möglichkeiten sich daraus fürs eigene Unternehmen ergeben.

Das Internet der Dinge umfasst eine Vielzahl sich überschneidender Themenfelder, die sich gegenseitig beeinflussen. Die wichtigsten Entscheidungen fallen jedoch in diesen fünf Bereichen:

1. Konsumenten. Der Siegeszug der globalen Plattformanbieter Apple, Google und Samsung geht weiter. Sie expandieren in Zukunftssparten wie Kleinstcomputer am Körper (Wearables), intelligente Häuser und selbstfahrende Autos. Das eröffnet auch anderen Herstellern von Hard- und Software enorme Wachstumschancen - vorausgesetzt, sie erkennen, welche Plattformen für sie am geeignetsten sind. Der Wettbewerb im Konsumentengeschäft ist besonders hart. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die wichtigsten Verbraucherplattformen auf Basis von Kundensegmenten eng miteinander zu verzahnen.

2. Unternehmen und Industrie. Je stärker sich Maschinen und Geräte aller Art miteinander verbinden, desto intensiver müssen die traditionellen Hard- und Softwareanbieter sowie -dienstleister ihr Angebotsportfolio ausweiten. Einige werden Partnerschaften eingehen, um zusätzliche Kompetenz hinsichtlich Datensicherheit und Business Analytics zu erlangen. Andere werden sich Expertise hinzukaufen. Unternehmen, die auf diese Weise größer und einflussreicher werden, bestimmen die künftigen De-facto-Standards und die Transaktionsplattformen.

Internet der Dinge: Wettbewerb zwischen alten und neuen Anbietern

3. Netzwerke und Zugänge. Neue Produkte und Dienstleistungen entstehen, wenn viele Geräte über ein Netzwerk verbunden werden, etwa bei der medizinischen Überwachung von Patienten in Krankenhäusern, der Qualitätskontrolle in Fabriken oder der Messung von Kundenzufriedenheit im Handel. Unternehmen werden ihre langjährigen Geschäftsbeziehungen zu Telekommunikationsausrüstern und Serviceanbietern überprüfen, um selbst von den neuen Möglichkeiten des Internets der Dinge zu profitieren. Die Telekommunikationskonzerne wiederum werden versuchen, ihre Kunden zu halten - durch neue Geräte und Apps, die eine bessere Verbindung, Verifizierung und Ortung der Kommunikationsteilnehmer ermöglichen. Hier wird sich ein intensiver Wettbewerb zwischen alten und neuen Anbietern entwickeln.

4. Datenanalyse. Die traditionellen Verkäufer von Business Analytics wie IBM, SAP oder Microsoft konzipieren neue Geschäftsmodelle für die Datenflut. Sie konkurrieren dabei mit den großen Cloud-Serviceanbietern Amazon und Alibaba, aber auch mit vielen kleinen Datenspezialisten. Das wird zu zahlreichen neuen Kooperationen führen, wie sie heute schon zwischen IBM und Medtronic beim Diabetesmanagement, Amazon Web Services und John Deere in der Landwirtschaft oder SAP und Siemens bei der Fabrik der Zukunft zu sehen sind.

5. Roboter, Drohnen, autonomes Fahren. Diese Zukunftstechnologien sind eine der spannendsten Spielwiesen des Internets der Dinge. Die Herausforderung: Die meisten Daten entstehen im Roboter, in der Drohne oder im Fahrzeug und werden direkt "on board" verarbeitet - und das meist ohne Verbindung zu Datenspeichern oder Clouds. Start-ups und andere Anbieter attackieren hier die bisherigen Marktführer. Bestes Beispiel sind selbstfahrende Autos.
Hier entstehen in Zukunft hoch automatisierte Lieferketten bis hin zum Endkunden. Die "Sharing Economy" könnte durch autonom fahrende Fahrzeugflotten in völlig neue Dimensionen vorstoßen.


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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge, CRM, Unternehmen

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