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Deutsche Unternehmen tun sich schwer mit Big Data

Big Data: Unternehmen hoffen auf Kostenersparnisse.
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutsche Unternehmen stellen ein stetiges Wachstum ihrer Datenbestände fest. Und sie kommen damit nur bedingt zurecht. Dies hat die Studie "Big Business dank Big Data? Neue Wege des Datenhandlings und der Datenanalyse in Deutschland 2012" von IDC ergeben. Um Kundendaten scheint es dabei nur sekundär zu gehen.

Wie die Befragungsergebnisse zeigen, erwarten mehr als drei Viertel der Verantwortlichen in den nächsten zwei Jahren einen jährlichen Datenzuwachs von bis zu 25 Prozent. 13 Prozent der Befragten rechnen sogar damit, dass ihr Datenbestand im selben Zeitraum um 25 bis 50 Prozent wachsen wird. Der anschwellende Datenstrom speist sich dabei aus verschiedenen Quellen: Das stärkste Wachstum verzeichnen die Experten bei den mobilen Anwendungen (40 Prozent der Nennungen) und bei Daten aus IT- und TK-Systemen (39 Prozent). 36 Prozent nennen Daten aus Anwendungen in der
Cloud und 34 Prozent unstrukturierte Daten.

Wie die Befragung außerdem zeigt, haben die Unternehmen aber so ihre Probleme mit Big Data: 34 Prozent der Befragten bemängeln eine unzureichende Skalierbarkeit der vorhandenen IT-Infrastruktur, 33 Prozent sehen Performanceprobleme der Netze. Weitere 29 Prozent sind der Ansicht, dass das Thema Big Data noch nicht vollständig verstanden worden ist. Zudem haben die Unternehmen erkannt, dass Datenkonsolisierung eine permanente Aufgabe ist und dass sie die Speicherung und den Zugriff verbessern müssen. Als Herausforderungen sehen die mehr als 250 befragten Firmen, die alle mehr als 100 Mitarbeiter haben, den Schutz der Informationen (46 Prozent), die effiziente Speicherung der (43 Prozent) und die Kosten von Big Data.

Hier liegt überraschenderweise gleichzeitig eine der großen Wetten von Big Data: Denn die Unternehmen versprechen sich aus der Nutzung von Big-Data-Technologien an erster Stelle eine Kostenoptimierung (45 Prozent). Auf den Plätzen folgen eine schnellere Informationsgewinnung (42 Prozent), ein besseres Informationsmanagement (36 Prozent), eine bessere Steuerung des Unternehmens (33 Prozent) sowie die Verfügbarkeit von detailierteren Informationen als bisher (33 Prozent). Neue Geschäftspotenziale wollen nur 28 Prozent aus ihren Daten ablesen.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Database

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