Die übliche Vorgehensweise der Datenintegration halten die Experten von Atlantismedia für unnötig. Bild: Corbis

Für aussagekräftige Datenanalysen benötigen Unternehmen eine solide Datenbasis. Die Einführung einer umfassenden Gesamtlösung, wie oft praktiziert, ist unnötig. Die Experten von Atlantismedia raten zu einer agilen Vorgehensweise und empfehlen folgende 5 To-dos.

Die Einführung einer umfassenden Gesamtlösung zur Datenintegration ist aufwändig und langwierig. Unternehmensübergreifende Business-Intelligence-Systeme (BI) erfordern durch den hohen Umfang und die benötigte Performance lange Planungs- und Implementierungsphasen, die sich über mehrere Jahre hinziehen können. Zudem sind sie äußerst kostenintensiv. Besser ist nach Ansicht von Atlantismedia eine agile Vorgehensweise. Folgende Checkliste zeigt, wie das geht.

Identifizieren Sie die eingesetzten Datensysteme und deren Defizite. Datenquellen gibt es zuhauf: Von ERP-, PIM- und CRM-Systemen über Projektmanagementsoftware und Lösungen zur Zeiterfassung bis hin zu schlichten Excel-Listen. Das sind aber noch lange nicht alle Systeme, die je nach Situation in einer IT-Landschaft zu finden sind. Die Fragen, die Sie sich zu Anfang stellen sollten, sind: Wo genau werden welche Daten erfasst? Welches System hat also welchen Zweck? Und habe ich eventuell eine Datenquelle übersehen? Hier gilt, besonders auf doppelt (und damit potenziell uneinheitlich) erfasste sowie falsch bereinigte Daten zu achten.

Setzen Sie klare Ziele und ermitteln Sie Ihren Bedarf. Möchten Sie mit Ihren Daten eine klassische Business-Intelligence-Lösung bedienen? Oder sollen die einzelnen Fachabteilungen Ihres Unternehmens selbstständig Datenanalysen durchführen (Self-Service-BI)? Sind bereits Technologien im Unternehmen vorhanden, die die entsprechenden Funktionalitäten mitbringen? Oder fehlen eventuell noch Daten, die Sie für aussagekräftige Analysen und Reports unbedingt benötigen? Nehmen Sie sich Zeit, um Ihren speziellen Bedarf zu ermitteln und sich so am Ende für die richtige(n) Lösung(en) entscheiden zu können.

Datenintegration: Konsolidieren, verknüpfen, analysieren

Konsolidieren Sie Ihre Datensysteme im Hinblick auf Ihre Ziele. Im nächsten Schritt sollten Sie sich – ausgerichtet auf Ihre ermittelten Ziele – für die entsprechenden Systeme entscheiden und dabei Prioritäten setzen: Welches der Systeme soll führend sein und welches sich unterordnen? Werden Kundendaten beispielsweise im CRM-System, aber auch in der Fakturierungssoftware gepflegt, bevorzugen Sie am besten das CRM. Denn generell gilt: Minimieren Sie grundsätzlich die Anzahl der eingesetzten Systeme, um die Datenpflege zu vereinfachen.

Verknüpfen Sie die Daten. Gibt es Objekte (z.B. Artikel, Angebote, Kunden etc.), die über die unterschiedlichen Systeme hinweg einheitlich gemappt werden? Dann sorgen Sie für eine systemübergreifende Verwendung der dazugehörigen Attribute (Artikel-, Angebots-, Kundennummern). Im Idealfall nutzen Sie dafür Schnittstellen zwischen den Systemen. Anderenfalls sollten Sie exakte Workflows für eine einheitliche Datenpflege definieren. Führen Sie anschließend die Daten aus den unterschiedlichen Systemen über ein Data Lake beziehungsweise Data Warehouse zusammen.

Erstellen Sie erste Analysen und entwickeln Sie das System sukzessive weiter. Beginnen Sie mit den gewünschten Analysen aus den nun vorliegenden Daten. Im Sinne einer agilen Vorgehensweise erkennen Sie womöglich nach und nach noch Schwachstellen in Ihrer Datenqualität, die Sie direkt beseitigen können. Ihre Datenbasis wird sich so immer weiter verbessern. Darauf aufbauend sollten Sie Ihre Datenbasis und Ihre Analysen kontinuierlich weiterentwickeln.

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Schlagworte zum Thema:  Database, CRM

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