21.08.2013 | CRM

Internetbasierter Service als Treiber von Cloud Computing

Unternehmen verlieren die Angst vor der Wolke.
Bild: John Foxx Images

Weil immer mehr Unternehmen die Vorteile internetbasierter Services entdecken, gewinnt Cloud Computing weiter an Bedeutung. Eine aktuelle Studie vom Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco und Arthur D. Little prognostiziert ein Wachstum von 37 Prozent pro Jahr.

Anbieter steigern demnach ihre Umsätze bis 2016 auf voraussichtlich rund 9,6 Milliarden Euro. Bei einem aktuellen Volumen von etwa 3,7 Millionen ergibt dies ein Wachstum von 37 Prozent pro Jahr. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung sind Services und Anwendungen, denn seit 2009 hat sich der Umsatz in diesem Sektor mehr als verdoppelt. Die Studieninitiatoren gehen davon aus, dass diese Wachstumsrate ihren Spitzenwert im Jahr 2016 mit etwa 40 Prozent erreichen wird. Damit werden sich die Umsätze in diesen drei Jahren annähernd verdreifachen.

Dies liegt offenbar nicht an der Internetbranche, sondern an Unternehmen anderer Bereiche, die die Vorteile internetbasierter Services für sich entdeckt haben. Die Akzeptanz der ausgelagerten Datenverarbeitung wächst und die Nutzung wird komfortabler, weiß Eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. Immer mehr Apps würden auf mobilen Endgeräten auf Cloud-Dienste zugreifen. Dies sei einer der zentralen Gründe für das Wachstum.

Unternehmen erkennen Vorteile von SaaS

Die meist genutzte Software ist Software as a Service (SaaS). Die Vorteile liegen für Unternehmen auf der Hand: Programme können je nach Bedarf gemietet werden, ein Kauf erübrigt sich. Die Kapazitäten in der Cloud sind außerdem skalierbar, sodass Unternehmen kurzfristig auf veränderte Anforderungen reagieren können. Der Umsatz in diesem Segment soll jedes Jahr um durchschnittlich 53 Prozent wachsen und somit 2016 die Sechs-Milliarden-Schwelle überschreiten.

Platform as a Service (PaaS) wird der Prognose zufolge ähnlich hohe Wachstumsraten aufweisen, allerdings von einer deutlich kleineren Basis aus. PaaS richtet sich an eine relativ kleine Zielgruppe von Webentwicklern, die bloße Rechenleistung anmieten. Der Umsatz in diesem Bereich liegt aktuell bei 310 Millionen im Jahr und könnte 2016 die Milliarden-Grenze überschreiten.

Datenschutz-Bedenken rücken weiter in den Hintergrund. Summa beurteilt die Lage optimistisch. Für deutsche Anbieter könne die Diskussion sogar ein Wettbewerbsvorteil werden, da sie schon jetzt mit außerordentlich hohen Sicherheitsstandards arbeiten.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Kundenservice

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