06.06.2013 | Business Intelligence

Europäische Unternehmen haben ihre Daten nicht im Griff

Speichern allein ist zu wenig. Das haben die meisten Unternehmen inzwischen kapiert.
Bild: Haufe Online Redaktion

Europäische Unternehmen investieren kaum in die Qualität ihrer Daten. Dies hat die Studie "Business Intelligence Maturity Audit" von Steria Mummert Consulting ergeben. Firmen aus dem deutschsprachigen Raum schneiden im Vergleich jedoch besser ab als die Konkurrenz.

38 Prozent der Befragten nennen die Datenqualität als eine zentrale Herausforderung im BI-Umfeld. Ein weiteres Viertel bemängelt die andauernde Intransparenz hinsichtlich des vorhandenen Qualitätsniveaus. Stichhaltige Analysen und beständige Managemententscheidungen sind so kaum möglich. Die meisten europäischen Unternehmen haben dieses Problem immerhin erkannt. In vielen Fällen (40 Prozent) besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der schlechten Datenqualität und dem Fehlen standardisierter Prozesse. Ohne verbindliche Standards schieben sich die Beteiligten gegenseitig den schwarzen Peter zu, weiß Studienleiter Volker Oßendorf. Jeder berechne Kennzahlen nach seinen persönlichen Vorstellungen. Das Ergebnis sei dann eine inkonsistente Datenbasis, deren Instandsetzung Zeit und Geld koste. Dort, wo standardisierte Prozesse existieren, berichten nur 24 Prozent der Unternehmen von Datenproblemen.

Im Ländervergleich steht der deutschsprachige Raum besser da als der Durchschnitt – um rund eine ganze Schulnote. Knapp ein Drittel der Studienteilnehmer aus der DACH-Region gibt an, ein Data-Ownership-Konzept mit verbindlichen Zuständigkeiten zu besitzen und verbindlich zu nutzen. In Unternehmen aus anderen Regionen existiert zwar auch eine Form von Data-Ownership, meist jedoch fehlen fachliche Prozesse und verbindliche Regelungen.

Dr. Carsten Dittmar, Senior Manager und BI-Experte bei Steria Mummert, empfiehlt den betroffenen Unternehmen deshalb dringend, das Thema Datenqualität in den Griff zu bekommen. Ohne eine zuverlässige Datenbasis sei das Vorantreiben einer Business Intelligence nicht möglich. Nötig sei neben technischen Hilfsmitteln auch eine BI-spezifische Data Governance, die alle Verantwortlichkeiten verbindlich festlege. Für die Studie waren mehr als 650 Unternehmensvertreter aus 20 europäischen Ländern befragt worden.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Database, Adressmanagement

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