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Big Data verlässt die Nische

Daten sind 2016 für Unternehmen die wichtigste Währung.
Bild: Corbis

Oracle hat die größten Big-Data-Trends des Jahres zusammengefasst. Sie helfen Unternehmen, ihre Kunden besser zu verstehen, Produkte und Services gezielter dem Markt anzupassen – und trennen damit 2016 die Spreu vom Weizen.

Daten sind die Währung des digitalen Zeitalters. Etwa alle 18 Monate verdoppeln sich die Terabytes an strukturierten und unstrukturierten digitalen Informationen. Für Unternehmen besteht die Herausforderung darin, aus dem unüberschaubaren Informationsfluss das Wichtige herauszufiltern und sinnvoll zu nutzen.

Lange Zeit war die Nutzung und Analyse von Big Data ein Thema für IT- und Datenspezialisten – diese Ära ist nun vorbei, denn 2016 wird Big Data endlich im "Mainstream" ankommen.

Die Big-Data-Trends

Ausgereifte Standardlösungen ersetzen die anfänglichen Spezialsysteme: Big-Data-Pioniere hatten keine andere Wahl, als ihre eigenen Cluster und Umgebungen zu entwickeln. Diese auf Hadoop, Spark oder anderen aufkommenden Technologien beruhenden Spezialsysteme zu entwickeln, zu verwalten und zu warten ist allerdings extrem zeit- und kostenaufwendig. So beträgt die durchschnittliche Entwicklungszeit sechs Monate. So viel Zeit hat heute niemand mehr. Dank Cloud-Diensten und Anwendungen mit vorkonfigurierten Automatisierungen und Standards wird 2016 ein sehr viel größerer Anwenderkreis auf ausgereifte Lösungen zugreifen können.


Datenvirtualisierung wird Realität: Unternehmen erfassen heute nicht nur eine immer größer werdende Bandbreite an Daten, sie verwenden auch eine Vielzahl an Algorithmen, Analysen und Software-Anwendungen. Entwickler und Analytiker verlieren dadurch schnell mal den Überblick, wo welche Daten gespeichert sind oder haben Probleme mit den Zugriffsverfahren der jeweiligen Repositories. Daher werden Unternehmen 2016 nicht mehr nur auf eine einzelne Technologie setzen. Sie werden zukünftig vermehrt Daten virtualisieren. Die Benutzer und Anwendungen greifen dann über SQL, REST und andere Skriptsprachen auf diese virtualisierten Daten zu. Die richtige Technologie zur Datenvirtualisierung bietet dabei die gleiche Performance wie die nativen Methoden – einschließlich Rückwärtskompatibilität und Sicherheit.


Datenstromorientierte Programmierung beschleunigt das Tempo: In den Anfängen des Big-Data-Einsatzes dominierte die manuell programmierte Datenverarbeitung. Neue Verwaltungswerkzeuge bringen nun bessere Voraussetzungen für eine anspruchsvollere Datenverarbeitung mit und werden die ursprünglichen Big-Data-Technologien in den Hintergrund drängen. Darüber hinaus wird sich die datenstromorientierte Programmierung weiter etablieren. Diese setzt auf eine starke Parallelverarbeitung, erleichtert die Wiederverwendung von funktionalen Operatoren und unterstützt nahtlos Funktionen für Statistik und maschinelles Lernen.


Big Data wird zur Spielwiese von künstlicher Intelligenz: 2016 wird vermehrt künstliche Intelligenz bei der normalen Datenverarbeitung eingesetzt – unter anderem maschinelles Lernen, automatische Texterkennung und Property-Graphen. Auf diese Technologien kann im Big-Data-Umfeld bereits jetzt über API-Bibliotheken zugegriffen werden. Nun werden sie zum Standard in IT-Werkzeugen für Echtzeit-Analysen und Datenwissenschaft.


Das Internet der Dinge und die Cloud sind Treibstoff für Big Data: Big-Data-Cloud-Dienste sind die heimlichen Treiber des Internets der Dinge (IoT). Cloud Services werden vermehrt Sensordaten erfassen und für Big-Data-Analysen und -Algorithmen bereitstellen. Diese Analysen werden dann beispielsweise in der Entwicklung genutzt. So werden Fertigungsunternehmen mit Hilfe hochsicherer IoT-Cloud-Services Produkte entwickeln, die auf Grundlage von Datenanalysen eigenständig Aktionen ausführen. Eingriffe durch Menschen werden noch seltener nötig.


Fazit: An Big Data führt kein Weg mehr vorbei. Die Werkzeuge für datenbasierte Entscheidungen stehen bereit. Jetzt liegt es an den Unternehmen, schnell Nutzen aus den neuen Möglichkeiten zu ziehen. Im Jahr 2016 wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Nur Unternehmen, die aus ihren Daten schnell die richtigen Erkenntnisse ziehen, werden sich im globalen Wettbewerb behaupten können.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Big Data, CRM, Database, Analytics

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