24.10.2014 | Top-Thema Big Data muss sich für alle lohnen

Kundendaten: Verbrauchern fehlt oft das Vertrauen

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Viele Verbraucher möchten ihre persönlichen Daten gern unter Verschluss halten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Viele Deutsche haben zwar Vorbehalte bei der Herausgabe persönlicher Angaben, aber nicht generell gegen Big Data. So finden es 37 Prozent der Bundesbürger zumindest teilweise in Ordnung, wenn Unternehmen persönliche Daten in sozialen Netzwerken nutzen, um bessere Angebote zu erstellen.

Big Data ist derzeit ein Trendthema: Aus der schnellen Verarbeitung, Integration und Analyse von unterschiedlich strukturierten Daten bei der geradezu explodierenden Datenmenge können Unternehmen vielfältige Erkenntnisse ableiten, um die eigenen Produkte zu verbessern und ihren Kunden individuelle Angebote bereitzustellen. Doch wie denken die Konsumenten wirklich darüber? Das untersucht die Studie "Potenzialanalyse Big Data Analytics" von Steria Mummert Consulting.

Häufig befinden sich Verbraucher in der Zwickmühle zwischen der Herausgabe persönlicher Daten und dem erwarteten Nutzen. Die eine Hälfte würde private Vorlieben und Aktivitäten angeben, damit sie individuelle Angebote erhält. Jeden Dritten stört es dabei nicht einmal, wenn die eigene Facebook-Timeline oder der Twitter-Kanal ausgewertet wird. Dagegen lehnen 27 Prozent die Weitergabe privater Informationen für Marketingzwecke strikt ab. Dies hängt auch mit dem Vertrauen in die Unternehmen zusammen. Denn ein Drittel der Befragten glaubt nicht, dass Firmen die Informationen tatsächlich für die Verbesserung ihrer Produkte nutzen.

Big Data als Tauschgeschäft

Big Data ist aus Kundenperspektive somit ein reines Tauschgeschäft: Beispielsweise akzeptieren sie, dass Unternehmen persönliche Daten sammeln und analysieren, wenn sie dafür mehr Sicherheit, Information, Convenience oder einen finanziellen Mehrwert erhalten.

Um dem Verbraucher die mögliche Angst vor ungewollter Transparenz über Vorlieben und Verhalten oder gar Datenmissbrauch zu nehmen, müssen Unternehmen ihm einen klar erkennbaren Nutzen anbieten. Denn erkennt dieser die konkreten Vorteile für sich, dann sieht er auch die Angabe persönlicher Daten wie Name, Adresse oder E-Mail, aber auch Interessen und Vorlieben, nicht als Problem, wie die Studie zeigt. Doch bei Big Data geht es nicht nur um die reine Menge der exponentiell wachsenden Daten und die dadurch erschwerte Verarbeitung und Auswertung der Informationen. Diese stammen nämlich von mehreren, bis dato unabhängigen unternehmensinternen, aber auch unternehmensexternen Datenquellen, die nun zu integrieren sind.

Tausche Daten gegen Mehrwert

So stellen neben dem Volumen auch die Komplexität und Schnelligkeit der Verknüpfung sowie die Datenintegration und Analyse zur Ableitung von Erkenntnissen aus den integrierten Daten weitere Herausforderungen dar. Nur wenn diese bewältigt werden, lassen sich die Erkenntnisse, die aus einer Integration verschiedener Datenquellen abgeleitet wurden, im Marketing sinnvoll zur Entwicklung und Durchführung von Kampagnen sowie zur individuellen Erstellung von Angeboten oder Produkten nutzen. 

Schlagworte zum Thema:  Kundendaten, Big Data, Persönliche Daten, CRM

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