Persönliche Beratungsgespräche finden nur noch selten statt. Bild: Bundessteuerberaterkammer

Jeder vierte Internetnutzer besucht keine Bankfiliale mehr. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Bitkom ergeben. Kein Wunder, wenn Vergleichsportale als glaubwürdiger angesehen werden als die Mitarbeiter der Bank.

14 Millionen Menschen in Deutschland regeln ihre Bankgeschäfte demnach ausschließlich online. Für die meisten Bankgeschäfte ist der Besuch einer Filiale auch gar nicht mehr nötig. Geht es hingegen um Anlageberatung oder Baufinanzierung, ist Rat dennoch gefragt. Deshalb hat der Bitkom nachfragen lassen, an wen sich Verbraucher wenden, um sich vertrauenswürdig zu informieren.

Großes Vertrauen in Familie und Freunde

Die Befragten sollten dazu angeben, wie vertrauenswürdig sie verschiedene Personengruppen, Online-Dienste und Institutionen bei finanziellen Ratschlägen einschätzen. Voraussetzung dafür war, dass die Befragten sich eine Beurteilung selbst zutrauen, weil sie die Angebote entweder kennen oder davon gehört haben. 90 Prozent vertrauen in Finanzfragen Familie und Freunden. Doch schon direkt dahinter folgen Informationen aus dem Internet.

Knapp zwei Drittel (65 Prozent) halten Online-Vergleichsportale wie Check24 und Verivox bei Finanzangelegenheiten für vertrauenswürdig. Fast ebenso viele (64 Prozent) schreiben Online-Verbraucherportalen wie finanzen.net oder finanztip.de Vertrauen zu. Jeder Dritte (35 Prozent) vertraut auch auf Kontakte aus sozialen Netzwerken und 28 Prozent klicken sich bei Geldfragen durch Online-Foren und Online-Blogs. Bankberatern vertrauen hingegen gerade noch 30 Prozent, also nicht einmal ein Drittel der Befragten.

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Schlagworte zum Thema:  Finanzwirtschaft, CRM, Kundenbindung

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